Im Landkreis Meißen haben Feuerwehrkräfte Mitte Mai die Lageerkundung bei Wald- und Vegetationsbränden trainiert. Das Landratsamt Meißen teilte mit, dass dazu ein zweitägiger Workshop unter dem Titel „Lageerkundung Luft/Boden“ organisiert wurde. Die Veranstaltung bereitete der Landkreis gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Sachsen und der Interessengemeinschaft Drohne Sachsen vor.
Teilgenommen haben Vertreter von Einheiten aus zehn Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen. Ziel des ersten Workshoptages war es, landesweit einheitliche Drohnen- und All-Terrain-Vehicle-Einheiten (ATV) für die großflächige Lageerkundung aufzubauen. Grundlage bildet das etablierte Fähigkeitsmanagement von Bund und Ländern im Bevölkerungsschutz. In Vorträgen und Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmer Prozesse, um die Aufklärung aus der Luft und am Boden künftig stärker zu standardisieren.
Der praktische Teil fand am zweiten Tag in der Gohrischheide statt. An ehemaligen Einsatzorten des Waldbrandes wurden realitätsnahe Szenarien geprobt. Einsatzkräfte erkundeten aus der Luft und vor Ort Zufahrtswege für Löschfahrzeuge sowie geeignete Wasserentnahmestellen. Zusätzlich simulierten sie einen großflächigen Verkehrsunfall infolge starker Rauchentwicklung auf einer nahegelegenen Straße.