Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Meißen News

Feralpi bei ibug: Streetart im alten Muskator-Werk Riesa

Feralpi bei ibug: Streetart im alten Muskator-Werk Riesa
Kunst bei Muskator. Foto: Feralpi Stahl
Von: Meißen News
Feralpi-Präsident Giuseppe Pasini hat am Freitag das Streetart-Festival ibug in Riesa besucht. Zum zweiten Mal nach 2024 verwandelt das Festival das stillgelegte Muskator-Gelände in eine offene Galerie.

Kunst und Stahl. Gemeinsam mit Giuseppe Pasini, Präsident der Feralpi Group, haben Mitarbeiter aus Italien und Deutschland jetzt die ibug in Riesa besichtigt. Anja Dietel vom Verein Elbland Kunsthalle und Juri Leino vom Vermittlungsteam führten die Gruppe durch das historische Mischfutterwerk.

Zum zweiten Mal nach 2024 wird das Gelände der ehemaligen Muskator-Werke zur Galerie für urbane Kunst. Murals, Installationen und Zwischennutzung sollen dem Areal am Elbufer neues Leben geben. Für Feralpi, selbst Industrieunternehmen in Riesa, lag der Reiz im Blick über Branchen- und Sprachgrenzen hinweg. 

ibug steht für Industriebrachenumgestaltung. Seit 2006 sucht das Festival jedes Jahr eine leerstehende Fabrik in Sachsen und lässt internationale Künstler sie bemalen, bespielen und umdeuten. Die erste Ausgabe startete in Meerane auf dem Gelände der früheren IFA-Werke, initiiert vom Graffiti-Künstler Tasso. Später folgten unter anderem Zwickau, Chemnitz, Flöha und Leipzig-Engelsdorf. 2025 gastierte das Festival in Chemnitz, 2026 kehrte es nach Riesa zurück.

Mehr aus dieser Kategorie

In diesem Jahr arbeiten 72 Künstlerinnen und Künstler aus 18 Ländern auf dem Areal. Neu zugänglich ist unter anderem der Keller unter dem Getreidesilo. Die Arbeiten entstehen vor Ort und bleiben auf dem Gelände. Das Festival war an den Wochenenden 22./23. August und 29./30. August geöäffnet. Nächster und letzter Termin: 5./6. September. Die Organisatoren rechnen mit mehreren Tausend Besuchern.

Die Werke liegen am südlichen Elbufer nahe der Riesaer Innenstadt, neben der historischen Hübler-Mühle. Im 19. Jahrhundert begann hier die Mühlengeschichte, nach 1945 wurde der Standort zu einem großen Mischfutterwerk der DDR. Besonders bekannt ist die „Schmetterlingshalle“ mit Glasfassade und Stahlskelett. Die Produktion endete Anfang der 2010er-Jahre, Teile der Anlage stehen unter Denkmalschutz.

Im ehemaligen Heizhaus arbeitet jetzt auerhaft die Elbland Kunsthalle. Anja Dietel gehört zu den Köpfen des Vereins, der das Heizhaus vor dem Abriss bewahrt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz förderte unter anderem Dach und Beleuchtung. Ein Teil des Kesselhauses soll nach dem Festival als Galerie weitergenutzt werden.

Die Feralpi-Gruppe dankte Dietel und Leino für den Rundgang. Kunst, so die Bilanz der Gäste, verbinde – über Standorte und Sprachen hinweg.

Meißen News
Artikel von

Meißen News

Meißen News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media