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Sarah Annika Schiller zur ersten Ortsweinkönigin von Weinböhla gekrönt

Sarah Annika Schiller zur ersten Ortsweinkönigin von Weinböhla gekrönt
Sarah, die neue Ortsweinkönigin von Weinböhla. Foto: Dajana Speda
Von: Meißen News
Mit einer feierlichen Krönung hat Weinböhla erstmals eine Ortsweinkönigin. Sarah Annika Schiller möchte in den kommenden drei Jahren als Botschafterin für den sächsischen Wein, die Weinbaugemeinschaft und ihre Heimatregion werben. Im Gespräch erzählt die 45-Jährige von ihrer Motivation, ihrem Ehrenamt und ihrem besonderen Krönungswein.

Im Rahmen der „Tage des offenen Weingutes“ wurde am Sonntag auf dem Gelände des Historischen Weingutes Peterkeller erstmals eine Weinböhlaer Ortsweinkönigin gekrönt. Die amtierende Sächsische Weinkönigin Luise Puhlmann nahm die feierliche Krönung vor, begleitet von den Weinprinzessinnen Jessica Löffner und Joséphine Sander. Die Hoheiten aus Diesbar-Seußlitz Kim I. und ihr Bacchus waren ebenfalls anwesend, um Sarah I. im hoheitlichen Kanon aufzunehmen und zu gratulieren. Kurz nach ihrer Proklamation sprach Bürgerjournalistin Annegret Opitz für Meißen News mit der neuen Amtsinhaberin Sarah Annika Schiller.

Ein Interview von Bürgerjournalistin Annegret Opitz

Frau Schiller, stellen Sie sich bitte kurz vor.

Mein Name ist Sarah Annika Schiller, ich bin 45 Jahre alt und lebe mit meinen beiden Kindern, meinem Lebensgefährten und unserem Hund in Neusörnewitz.

Was machen Sie beruflich?

Ich bin Logopädin und Unternehmerin. Zu meinem Unternehmen gehören drei logopädische Praxen in Meißen, Glashütte und Ebersbach-Neugersdorf sowie ein Fortbildungszentrum, in dem ich selbst unterrichte. Das Lehren begleitet mich schon lange. Nach meinem Lehramtsstudium an der TU Dresden war ich neun Jahre als Lehrlogopädin an einer Berufsfachschule tätig. Heute verbinde ich therapeutische Arbeit, Unternehmensführung und Wissensvermittlung miteinander.

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Mit dem Amt der Weinböhlaer Ortsweinkönigin kommt nun eine weitere Aufgabe hinzu. Bleibt da noch Zeit für Hobbys?

Wenn es die Zeit erlaubt, bin ich gern sportlich und kulturell aktiv. Ich bin Bogenschützin beim SV Niederau 1891 e. V., engagiere mich bei den Freunden des Meissner Porzellans und singe derzeit im Chor des SingOut-Projektes. Darüber hinaus bin ich ehrenamtlich aktiv, unter anderem als Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit Sachsen sowie als Schöffin im Bereich Kinder- und Jugendstrafrecht am Amtsgericht Meißen.

Welche Verbindung haben Sie zu Weinböhla?

Eine sehr persönliche. Als ich 1991 nach Sachsen zog, war Weinböhla mein erster Anlaufpunkt und gewissermaßen mein neuer Heimathafen. Auch wenn ich heute in der Nachbargemeinde wohne, fühle ich mich Weinböhla bis heute eng verbunden. 


Wie entstand die Idee, sich um das Amt der ersten Weinböhlaer Ortsweinkönigin zu bewerben?

Der Weinbau spielt auch in meiner Familie eine Rolle. Meine Schwiegereltern sind Hobbywinzer und Mitglieder der Weinbaugemeinschaft Weinböhla e. V. Sie haben mich letztlich als Kandidatin vorgeschlagen. Inzwischen bin ich selbst Mitglied der Gemeinschaft. Seit Juni durfte ich außerdem an der Ausbildung der sächsischen Weinhoheiten teilnehmen. Dabei standen Seminare zu Weinbau, Sensorik, Rhetorik und den vielfältigen Aufgaben einer Weinhoheit auf dem Programm.

Die Sächsische Weinkönigin wird für ein Jahr gewählt. Wie lange dauert Ihre Amtszeit?

Ich wurde für drei Jahre gewählt.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Ich möchte Botschafterin für den Wein, für ein modernes und lebendiges Weinböhla, für die Weinbaugemeinschaft und für den sächsischen Wein insgesamt sein. Mir liegt am Herzen, Traditionen zu bewahren und gleichzeitig zu zeigen, wie vielfältig, zeitgemäß und spannend unsere Weinregion heute ist.

Zu Ihrer Krönung haben Sie auch einen eigenen Wein vorgestellt. Was zeichnet ihn aus?

Es handelt sich um eine Weißwein-Cuvée aus Kerner, Riesling und Müller-Thurgau. Gemeinsam mit dem Weinhaus Henke in Sörnewitz wurde daraus eine Hoheiten-Sonderedition entwickelt. Das Besondere ist für mich, dass die Flaschen tatsächlich bei mir zu Hause in der Küche etikettiert wurden – persönlich von der Weinkönigin selbst.

Wo ist der Wein erhältlich?

Zur Krönung wurde er bereits im Peterkeller verkauft. Außerdem wird er beim bevorstehenden Winzerstraßenfest in Weinböhla erhältlich sein. Und wer keinen Wein mehr ergattert, kann sich gern über Instagram und Facebook (weinbaugemeinschaft_ weinboehla und ortsweinkoenigin_sarah) bei uns melden.

Nach Ihrer Begrüßung und Dankesrede bei der Krönung stehen bereits weitere Termine an. Worauf dürfen sich die Besucher freuen?

Beim Winzerstraßenfest dieses Wochenende werde ich das Fest offiziell eröffnen und den Fassanstich vornehmen. Anschließend bin ich am Stand der Weinbaugemeinschaft Weinböhla e. V. für Gespräche, Fotos und Autogramme vor Ort. Außerdem werde ich die Winzer des Festes besuchen. Weitere geplante Termine sind unter anderem das Herbstfest der Händler am 27. September, der Weinlauf am 3. Oktober, der Weintanzabend im Zentralgasthof am 7. November sowie ein Besuch beim Winzer Wobar am 14. November. Hinzu kommen Antrittsbesuche bei den örtlichen Winzern und Einsätze im Weinberg.

Frau Schiller, vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche und erlebnisreiche Amtszeit.

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