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Elbe-Tier-Park Hebelei stellt Gartentier des Jahres vor

Elbe-Tier-Park Hebelei stellt Gartentier des Jahres vor
Das Gartentier des Jahres 2025. der Gartenschläfer. Foto: Näther/Elbe-Tierpark
Von: Meißen News
Ende Juni stehen Siebenschläfer und Eichhörnchen im Fokus. Der Tierpark zeigt, warum beide Arten besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Im Elbe‑Tier‑Park Hebelei finden am Samstag, 27. Juni, und Sonntag, 28. Juni, jeweils um 14 und 16 Uhr Sonderführungen zu den Siebenschläfern statt, teilte der Tierpark mit. Gleichzeitig wird das „Gartentier des Jahres“ vorgestellt – das Eichhörnchen, das die Wahl nach 2011 erneut deutlich für sich entschied. Die Naturschutzverbände hatten im Frühjahr aus sechs Kandidaten abstimmen lassen. 4.435 Stimmen, knapp 34 Prozent, entfielen auf das Eichhörnchen. Dahinter folgten Blaumeise und Großer Abendsegler. Die Wahl soll auf die Artenvielfalt in heimischen Gärten aufmerksam machen.

Der Gartenschläfer, der im Vorjahr gewann, bleibt ebenfalls im Fokus. Mit seiner dunklen Gesichtszeichnung und seiner nächtlichen Lebensweise gilt er als besonders markantes Wildtier. Doch sein Lebensraum schrumpft: Aufgeräumte Gärten und versiegelte Flächen setzen der Art zu, die inzwischen als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste steht. Der Tierpark erklärt, wie Gartenbesitzer helfen können – etwa durch alte Bäume, Totholz, Laub- und Reisighaufen oder Nistkästen. Auf Pestizide und Rattengift solle unbedingt verzichtet werden, da Schläfer und Eichhörnchen leicht vergiftete Beutetiere aufnehmen.

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Der Elbe‑Tier‑Park hält seit 2009 verschiedene Schläferarten und zählt zu den wenigen Einrichtungen in Deutschland, die Siebenschläfer und Gartenschläfer erfolgreich züchten. In Deutschland gibt es nur drei Zoos mit Siebenschläfern und elf Tiergärten mit Gartenschläfern. Ein Teil der in Hebelei geborenen Tiere wurde bereits an die Universität Osnabrück übergeben und im Emsland ausgewildert. Die Tiere wurden gechippt, um ihre Entwicklung wissenschaftlich zu begleiten.

Auch an Forschungsprojekten ist der Tierpark beteiligt. Für genetische Untersuchungen im Rahmen des Projekts „Spurensuche Gartenschläfer“ der Justus‑Liebig‑Universität Gießen und der Senckenberg‑Gesellschaft wurden Haarproben aus Hebelei bereitgestellt. Naturfreunde können Sichtungen oder Geräusche der Tiere über die Plattform gartenschlaefer.de melden und so zur Forschung beitragen.

Der Tierpark bietet zudem Nachtführungen an, die nach Voranmeldung gebucht werden können. Unterstützt werden kann die Einrichtung durch Spenden oder ehrenamtliche Mitarbeit in Tierpflege und Parkunterhalt.

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