Der Dom zu Meißen wird am Montag, 10. August, um 11 Uhr für 15 Minuten die Johannesglocke läuten. Das teilte das Hochstift Meißen mit. Anlass ist das Gedenken an Landesbischof i. R. Jochen Bohl, der am 29. Juli nach schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren in Radebeul verstorben ist.
Bohl war von 2004 bis 2015 Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und in dieser Zeit auch Stiftsherr des Hochstifts Meißen. Mit seinen Predigten prägte er das geistliche Leben am Dom und setzte sich engagiert für die Belange des Hochstifts ein. Das Hochstift würdigt sein Wirken und betont, man werde „das Andenken an ihn bewahren“.
Das Geläut erfolgt zeitgleich mit dem Beginn des Trauergottesdienstes in der Dresdner Kreuzkirche. Die Johannesglocke ist die größte und tiefste Glocke des Domes. Mit ihrem Klang soll der Ton des Johannesevangeliums angestimmt werden, in dem es heißt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe.“
In diesem Sinne, so das Hochstift, wisse man Jochen Bohl „geborgen in der Liebe Gottes“, die im Dom nicht nur durch Wort und Musik, sondern auch durch das Läuten der Glocken verkündet werde.