Der Landkreis Meißen ist der K4K – Kompetenz für kommunale Innovation und Digitalisierung eG - beigetreten und gehört damit zu einer bundesweit wachsenden Gemeinschaft von mehr als 40 kommunalen Organisationen. Sie wollen ihre Digitalisierung gemeinsam und in kommunaler Verantwortung organisieren.
Wie der Landkreis mitteilte, hatte der Kreistag den Beitritt schon am 4. Juni beschlossen. Die K4K eG sei eine interkommunale, genossenschaftlich organisierte und mitgliedergeführte Kompetenzstelle. Ziel sei es, Lösungen für Digitalisierung, Innovation und Organisationsentwicklung einmal gemeinsam zu entwickeln und anschließend vielen Mitgliedern zugänglich zu machen, statt sie in jeder Kommune einzeln zu beschaffen. Ein Vorteil der Struktur sei zudem, dass Mitglieder die K4K im Inhouse-Verhältnis direkt beauftragen könnten, ohne eigenes Vergabeverfahren.
Die stellvertretende Landrätin Janet Steinbach-Putz erklärte, die Digitalisierung sei eine zentrale Voraussetzung für die Handlungsfähigkeit kommunaler Verwaltungen. Ohne digitale Lösungen ließen sich Kernaufgaben künftig weder in der nötigen Geschwindigkeit noch in der erforderlichen Qualität erfüllen. Als Priorität sei in der Digitalisierungsstrategie der Einsatz von KI, insbesondere von Chatbots, in publikumsintensiven Bereichen festgelegt worden. Mit dem Beitritt zur K4K könne der dort entwickelte kommunale Chatbot zunächst im Jobcenter eingesetzt werden. Es sei zudem der erste Landkreis in Sachsen, der der Genossenschaft beitritt.