Als sei nichts passiert. Der Meißner AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Kirste erhielt vom Bundesvorstand der AfD die Bestätigung, dass seine Mitgliedschaft ununterbrochen seit 2015 besteht. Seine Mitgliedschaft sowie seine Mitgliedsrechte und -pflichten waren nie unterbrochen. Damit hat der Bundesvorstand den Ausschluss des Abgeordneten aus der Partei rückgängig gemacht. Das teilte Kirste am Dienstag Meissen News mit.
Hintergrund ist das versuchte Verfahren des Kreisvorstands der AfD Meißen gegen Kirste. Bemängelt wurde, dass dieses Verfahren am Landesvorstand Sachsen vorbei direkt an den Bundesvorstand der AfD gerichtet wurde. Eine anberaumte Klärung und Lösung offener Fragen erfolgte trotz Vermittlung durch den Generalsekretär der AfD Sachsen, Jan Zwerg, leider nicht. Wünschenswert wäre darüber hinaus gewesen, dass sein Landtagskollege und Bundesschatzmeister Carsten Hütter vor Bekanntgeben an die Presse das Gespräch mit Kirste gesucht hätte. Zahlreiche schwerwiegende Satzungsverstöße wären somit auch ohne den Hinweis des ehemaligen Justizministers Geert Mackenroth offenkundig geworden. Mackenroth hatte darauf hingewiesen, dass der Ausschluss Kirsten im Widerspruch zum Parteiengesetz stehen könnte, denn es erfolgte in dem Falll keine Anhörung vor einem Schiedsgericht.