In Radeberg haben Telefonbetrüger am Montagnachmittag mehrere Stunden lang eine Frau manipuliert und schließlich um 5.000 Euro gebracht. Die Täter gaben sich am Telefon als Polizei aus und behaupteten, eine angebliche rumänische Diebesbande sei in der Region aktiv. Man habe bei den vermeintlichen Tätern eine Liste gefunden – mit dem Namen der Angerufenen darauf.
Die Betrüger forderten die Frau auf, der Bande eine Falle zu stellen, damit die Polizei zugreifen könne. Als die Geschädigte zögerte, bauten die Täter massiven Druck auf: Die Bande sei bewaffnet, verfüge über Überwachungstechnik und könne sie jederzeit beobachten. Mit solchen Angstszenarien trieben sie die Frau schließlich zur Bank. Sie hob 5.000 Euro ab und legte das Geld – wie von den Betrügern verlangt – in einen Kochtopf, den sie vor die Haustür stellte. Aus Angst durfte sie laut den Tätern nicht aus dem Fenster schauen. Kurz darauf war der Topf verschwunden, das Telefonat wurde beendet. Die Frau wählte sofort den Notruf.
Die Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche, die derzeit gehäuft auftritt. Die Täter nutzen zahlreiche Tricks, um Vertrauen zu gewinnen – darunter auch die Aufforderung, während des laufenden Gesprächs die 110 zu wählen. Dabei bleibt die Verbindung jedoch bestehen, sodass die Opfer nicht bei der echten Polizei, sondern bei einem weiteren Betrüger landen.