Die Sendung "Die 100 - Was Deutschland bewegt" hat einem neuen Sendeplatz. Statt montags um 21 Uhr ist es jetzt am Mittwoch um 21:45 Uhr zu sehen gewesen. Und die Ausgabe, in der Ingo Zamperoni über den deutschen Sozialstaat diskutieren ließ, konnte zumindest die Gesamtreichweite wieder steigern. So sahen 1,67 Millionen Menschen zu, das waren über 400.000 mehr als in der vergangenen Woche. Kurt Torsten Küllig, ein in Moritzburg bekannter Initiator, war als Teilnehmer dabei. Hier sein Erlebnisbericht:
Ich weiß selbst nicht mehr genau, was der ausschlaggebende Grund war, mich bei „Die 100“ zu bewerben – vermutlich die Aufregung um die „Schlandi“-Folge „Werden wir gut regiert?“ vom 8. Dezember 2025, die stellenweise eher wie Realsatire wirkte. Am 30. Januar erhielt ich jedenfalls den Link zum angeblich „geheimnisumwobenen“ Fragebogen, den ich offen und ohne Beschönigung ausfüllte – auch in Bezug auf Themen wie die sogenannte Brandmauer.
Umso überraschter war ich, als am 6. Februar plötzlich eine Nummer mit Kölner Vorwahl auf meinem Telefon erschien. Am anderen Ende meldete sich ein Mitarbeiter der Produktionsfirma MyShow, die unter dem Dach der Banijay Germany GmbH firmiert. Es folgte ein etwa 20-minütiges Gespräch, in dem unter anderem abgefragt wurde, ob ich ein politisches Amt innehabe oder hatte und ob ich bereits Fernseherfahrung gesammelt habe. Ich antwortete genauso offen, wie ich zuvor den Fragebogen ausgefüllt hatte.