Für den geplanten Neubau der Bundesstraße B 169 zwischen der B 6 und Salbitz haben am Montag archäologische Ausgrabungen im zweiten nördlichen Teilabschnitt begonnen. Das teilte das Landesamtes für Straßenbau und Verkehr mit. Die Arbeiten gehören zu den bauvorbereitenden Maßnahmen für den insgesamt 7,8 Kilometer langen Ausbauabschnitt und markieren die nächste Stufe zur Sicherung und Bergung archäologischer Funde.
Im zweiten Nordabschnitt zwischen Bloßwitz und der B 6 wird die humose Oberbodenschicht in sechs größeren Bereichen vollständig abgetragen – jeweils die obersten 10 bis 30 Zentimeter. In diesen Flächen hatten sich bereits in der ersten Grabungsstufe von August bis November 2024 zahlreiche archäologische Befunde gezeigt. Diese werden nun sorgfältig freigelegt, dokumentiert und geborgen. Insgesamt 18 Archäologinnen und Archäologen arbeiten in mehreren Teams voraussichtlich bis Herbst 2026 vor Ort. Die Region gilt aufgrund ihrer fruchtbaren Böden und langen Siedlungsgeschichte als besonders fundreich.