Arbeitsgemeinschaft Historische Städte diskutiert Stadtentwicklung in Görlitz
Die Arbeitsgemeinschaft Historische Städte hat Anfang Juli ihre Sommertagung in Görlitz abgehalten. Das teilte die Stadt Meißen mit. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens standen Strategien für nachhaltige Stadtentwicklung, Infrastruktur und Denkmalschutz.
Die Teilnehmer informierten sich über mehrere aktuelle Projekte in Görlitz. Dazu gehörten die Sanierung der Sporthalle an der Cottbusser Straße sowie der Neubau der 5. Oberschule als sogenannte Clusterschule. Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Entwicklung des ehemaligen Güterbahnhofs. Dort soll ein Teil des historischen Gebäudes zunächst als Interimsspielstätte für das Gerhart-Hauptmann-Theater dienen und später dauerhaft als Aula und Sporthalle der Waldorfschule genutzt werden.
Auch die Umnutzung denkmalgeschützter Industriehallen in der Conrad-Schiedt-Straße wurde vorgestellt. In den ehemaligen Gebäuden des Waggonbaus entsteht derzeit ein neuer REWE-Markt. Die Tagungsteilnehmer nutzten die Gelegenheit, die Baustelle zu besichtigen und sich über Chancen und Herausforderungen der Nachnutzung historischer Bausubstanz auszutauschen.
Auf dem Programm standen zudem Projekte zur Aufwertung des Brautwiesenplatzes und der Spremberger Straße, der geplante Skatepark an der Weißen Mauer sowie Informationen zum Gesamtverkehrskonzept 2035+, zur geplanten Fusion der Verkehrsverbünde ZVON und VVO sowie zum Projekt TRANSEURO+.
Ein kultureller Höhepunkt war der Besuch des Internationalen Straßentheaterfestivals ViaThea. Die Arbeitsgemeinschaft betonte zum Abschluss die Bedeutung des regelmäßigen Erfahrungsaustauschs, um erfolgreiche Konzepte für historische Stadtzentren weiterzuentwickeln und gemeinsame Interessen gegenüber Bund und Ländern zu vertreten.
Die Tagung fand im Landratsamt Görlitz statt. Dort erhielten die Teilnehmer auch Einblicke in die Sanierung und Erweiterung des historischen Gebäudekomplexes, die als Beispiel für die Verbindung von Denkmalschutz und moderner Nutzung gilt.