Die Nikolaikirche ist eines der bedeutendsten Bauwerke Meißens – und ein Schlüsselort für das Jubiläum 1100 Jahre Mark Meißen im Jahr 2029. Am 21. August trafen sich Vertreter der Stadtgesellschaft, der Kirchgemeinde und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), um auf die dringende Sanierungsbedürftigkeit des historischen Gebäudes aufmerksam zu machen, teilte die Fraktion ULM des Meißner Stadtrates mit.
Die Kirche, erstmals 1220 urkundlich erwähnt, ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Seit der 1000‑Jahr‑Feier 1929 dient sie zudem als zentraler Erinnerungsort für die 1.815 Meißner Kriegstoten des Ersten Weltkriegs. Unter ihrem Dach entsteht eine besondere Atmosphäre: Die aus Meißner Porzellan gestalteten Trauerfiguren von Prof. Paul Emil Börner, dem damaligen künstlerischen Leiter der Porzellanmanufaktur, sowie die zahlreichen Epitaphen machen die Nikolaikirche zu einem einzigartigen Ort historischer Verantwortung und Friedensmahnung.
Doch dieser Ort braucht Hilfe. Die Epitaphen sind durch Rost und Feuchtigkeit stark geschädigt. Gestern überreichte Dr. Reinhard Plüschke, ehrenamtlicher Ortskurator der DSD, eine Spende von 30.000 Euro an die Kirchgemeinde St. Afra.