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30.000‑Euro‑Spende für Nikolaikirche: Ältestes Meißner Bauwerk braucht dringend Hilfe

30.000‑Euro‑Spende für Nikolaikirche: Ältestes Meißner Bauwerk braucht dringend Hilfe
Blick in die Nikolaikirche. Foto: Dr. Kerstin Thöns
Von: Meißen News
Die Nikolaikirche – ältestes erhaltenes Gebäude Meißens und zentraler Erinnerungsort an die Kriegstoten des Ersten Weltkriegs – benötigt eine umfassende Restaurierung.

Die Nikolaikirche ist eines der bedeutendsten Bauwerke Meißens – und ein Schlüsselort für das Jubiläum 1100 Jahre Mark Meißen im Jahr 2029. Am 21. August trafen sich Vertreter der Stadtgesellschaft, der Kirchgemeinde und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), um auf die dringende Sanierungsbedürftigkeit des historischen Gebäudes aufmerksam zu machen, teilte die Fraktion ULM des Meißner Stadtrates mit.

Die Kirche, erstmals 1220 urkundlich erwähnt, ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Seit der 1000‑Jahr‑Feier 1929 dient sie zudem als zentraler Erinnerungsort für die 1.815 Meißner Kriegstoten des Ersten Weltkriegs. Unter ihrem Dach entsteht eine besondere Atmosphäre: Die aus Meißner Porzellan gestalteten Trauerfiguren von Prof. Paul Emil Börner, dem damaligen künstlerischen Leiter der Porzellanmanufaktur, sowie die zahlreichen Epitaphen machen die Nikolaikirche zu einem einzigartigen Ort historischer Verantwortung und Friedensmah­nung.

Doch dieser Ort braucht Hilfe. Die Epitaphen sind durch Rost und Feuchtigkeit stark geschädigt. Gestern überreichte Dr. Reinhard Plüschke, ehrenamtlicher Ortskurator der DSD, eine Spende von 30.000 Euro an die Kirchgemeinde St. Afra.

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Pfarrer Christoph Rechenberg dankte im Namen der Gemeinde. Die Kirche sei mit einer so umfassenden Restaurierung finanziell überfordert. Diese Unterstützung wäre enorm wichtig.

Die Arbeiten sind umfangreich, weitere Mittel werden dringend benötigt. Schon 1929 hatte sich die Meißner Stadtgesellschaft gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur für die Gestaltung dieses weltweit einmaligen Erinnerungsortes eingesetzt.

Die U.L.M. unter Vorsitz von Dr. Oliver Morof prüft derzeit den rechtlichen Rahmen für ein Crowdfunding, um die Nikolaikirche langfristig zu erhalten und weiterzuentwickeln – als Ort der Begegnung und als Raum, in dem die Friedensbotschaft im Mittelpunkt steht. Die Nikolaikirche soll bis 2029 nicht nur gesichert, sondern als historischer und gesellschaftlicher Erinnerungsort gestärkt werden.

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