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Stauchitz plant die Wärmeversorgung der Zukunft

Stauchitz plant die Wärmeversorgung der Zukunft
Symbolbild Heizung / pixabay ustalij_pony
Von: Meißen News
Wie soll die Wärmeversorgung in Stauchitz künftig aussehen? Die Gemeinde hat gemeinsam mit SachsenEnergie die Kommunale Wärmeplanung gestartet. Der fertige Wärmeplan soll im Februar 2027 vorliegen.

Die Gemeinde Stauchitz hat gemeinsam mit SachsenEnergie die Kommunale Wärmeplanung gestartet. Das teilte SachsenEnergie mit. In den kommenden Monaten soll untersucht werden, wie die Haushalte und weiteren Gebäude in der Gemeinde derzeit mit Wärme versorgt werden und welche Möglichkeiten für eine langfristig tragfähige Wärmeversorgung bestehen.

Im Mittelpunkt steht zunächst eine Bestandsaufnahme. Dabei werden die vorhandenen Heizsysteme und verwendeten Energieträger im gesamten Gemeindegebiet betrachtet. Anschließend sollen mögliche Potenziale für erneuerbare Energien, Abwärme und weitere lokal verfügbare Wärmequellen untersucht werden. Auch die Frage, in welchen Bereichen grundsätzlich Wärmenetze infrage kommen könnten und wo dezentrale Heizsysteme sinnvoller sind, soll Bestandteil der Planung sein.

Stauchitz umfasst 21 Ortsteile und weist damit sehr unterschiedliche Voraussetzungen für die künftige Wärmeversorgung auf. Bebauungsstruktur, Wärmebedarf und vorhandene Energiequellen unterscheiden sich je nach Ort. Deshalb soll die Gemeinde nicht mit einem einheitlichen Modell betrachtet werden. Stattdessen sollen die einzelnen Bereiche differenziert untersucht und daraus mögliche Entwicklungspfade für die Zukunft abgeleitet werden.

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„Im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung prüfen wir unter anderem, in welchen Bereichen sich Wärmenetzlösungen grundsätzlich eignen könnten und wo dezentrale Heizsysteme langfristig die sinnvollere Option sind“, erklärt Martin Merkel, Projektleiter bei SachsenEnergie. Gerade in einer Flächengemeinde wie Stauchitz seien die örtlichen Gegebenheiten entscheidend für die künftige Wärmeversorgung.

Am Ende der Untersuchung steht ein Kommunaler Wärmeplan. Er soll der Gemeinde als strategische Grundlage für spätere Entscheidungen dienen und zugleich Bürgern sowie weiteren Akteuren eine Orientierung geben. Konkrete Heizsysteme für einzelne Gebäude werden durch die Wärmeplanung allerdings nicht vorgeschrieben. Auch besteht dadurch keine Verpflichtung, bestehende Heizungen auszutauschen.

Finanziert wird die Kommunale Wärmeplanung über den gesetzlich geregelten Mehrbelastungsausgleich des Freistaates Sachsen. Die Gemeinde will über den Fortgang des Projekts informieren und wichtige Zwischenergebnisse öffentlich machen. Der Abschluss der Planung ist für Februar 2027 vorgesehen.

SachsenEnergie begleitet bereits weitere Kommunen in Ostsachsen bei der Erstellung von Wärmeplänen. Dazu gehören unter anderem Kommunen im Landkreis Meißen. Die dabei gesammelten Erfahrungen sollen auch in die Planung für Stauchitz einfließen.

Für die Gemeinde geht es damit zunächst vor allem darum, eine verlässliche Datengrundlage zu schaffen. Auf dieser Basis sollen mögliche Lösungen für eine bezahlbare und langfristig zukunftsfähige Wärmeversorgung entwickelt werden. Welche Technologien in den einzelnen Ortsteilen künftig tatsächlich zum Einsatz kommen könnten, soll sich aus der weiteren Untersuchung ergeben.

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