Die Entscheidung der MADSACK Mediengruppe, die Printausgabe in der Region Prignitz einzustellen und stattdessen auf ein rein digitales Format umzusteigen, kann als sowohl innovative als auch kontroverse Maßnahme betrachtet werden.
Auf der einen Seite könnte man argumentieren, dass dies eine Innovation darstellt. Die Mediengruppe zeigt sich flexibel und bereit, sich den sich verändernden Technologien und Lesegewohnheiten anzupassen. Die Tatsache, dass sie sich dazu entschlossen haben, die digitalen Angebote zu erweitern und neue Funktionen hinzuzufügen, sowie Schulungen und Unterstützung für diejenigen anzubieten, die sich mit der digitalen Umstellung schwer tun, spricht für einen innovativen Ansatz. Sie versuchen aktiv, einen neuen Weg zu finden, um Lokaljournalismus in einer digitalen Ära zu liefern und gleichzeitig die Relevanz und Qualität ihrer Berichterstattung zu erhalten oder sogar zu verbessern.
Auf der anderen Seite kann man argumentieren, dass dies eher eine Kapitulation ist. Die Entscheidung, die Printausgabe einzustellen, scheint auf den hohen Kosten für Druck und Zustellung in ländlichen Gebieten zu beruhen. Einige könnten argumentieren, dass dies diejenigen benachteiligt, die nicht über die notwendigen digitalen Fähigkeiten oder Zugang zur notwendigen Technologie verfügen, insbesondere ältere Menschen oder diejenigen in ländlichen Gebieten, die möglicherweise nicht über zuverlässige Internetverbindungen verfügen. Zudem kann es als Kapitulation gegenüber den wirtschaftlichen Realitäten des Druckjournalismus gesehen werden.