Schwindende Abonnentenzahlen, ausgedünnte Redaktionen und der Rückgang von lokalen Titeln prägen die Medienlandschaft in Deutschland. Besonders betroffen ist der Lokaljournalismus, der vielerorts als „Auslaufmodell“ gilt. Eine aktuelle Studie der Otto-Brenner-Stiftung beleuchtet die Gründe für diesen Rückgang und zeigt, welche Folgen dies für die lokale Öffentlichkeit hat.
Die Studie mit dem Titel „Öffentlichkeit ohne Journalismus? Rollenverschiebungen im lokalen Raum“ wurde von Barbara Witte, Professorin für Journalismus an der Hochschule Bremen, und Gerhard Syben vom Forschungsinstitut BAQ durchgeführt. Sie basiert auf qualitativen Interviews mit 16 Organisationen aus verschiedenen Regionen Deutschlands, darunter Vereine, Kommunen und Unternehmen. Das Ergebnis: Viele dieser Akteure setzen verstärkt auf eigene Kommunikationskanäle und wenden sich zunehmend von klassischen Lokalmedien ab.