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Sachsenlotto-Möglichmacher unterstützt NABU-Projekt „mein Biotop“ in Leipzig

Spendenübergabe
Guido Hannich, Leiter Kommunikation der Sächsische Lotto-GmbH (links), Kevin Klein vom NABU Leipzig (Mitte) und der aus dem Zoo Leipzig bekannte Tierpfleger Jörg Gräser, Sachsenlotto-„Möglichmacher“ (rechts), mit dem symbolischen Spendenscheck über 5.000 Euro für „mein Biotop“. (Bild: Kemnitz)
Von: Thomas Wolf
Mit 5.000 Euro unterstützt die Sachsenlotto-Aktion „Möglichmacher“ das NABU-Projekt „mein Biotop“ in Leipzig. Der bekannte Zoo-Tierpfleger Jörg Gräser übergab den symbolischen Spendenscheck. Das Geld soll helfen, die Website des Mitmach-Projekts nutzerfreundlicher zu machen und Informationen zur Artenvielfalt weiter auszubauen.

Kleine Flächen können für die Artenvielfalt eine große Wirkung haben. Genau darauf setzt das NABU-Projekt „mein Biotop“ in Leipzig, das nun erneut Unterstützung von Sachsenlotto erhält. Im Rahmen der Aktion „Möglichmacher“ übergab Jörg Gräser, Tierpfleger im Zoo Leipzig und neuer Sachsenlotto-„Möglichmacher“, einen symbolischen Spendenscheck über 5.000 Euro an den Naturschutzbund NABU Leipzig.

Das Projekt will Menschen dabei helfen, direkt vor der eigenen Haustür kleine Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Das kann im Garten, im Schrebergarten, auf dem Balkon oder an anderen kleinen Flächen beginnen. Im Mittelpunkt steht eine Website, die Wissen über ökologische Zusammenhänge vermittelt und praktische Anleitungen bietet.

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Spende soll Relaunch der Projektseite ermöglichen

Die Förderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Projekt weiterentwickelt werden soll. Nach Angaben der Beteiligten sind die Inhalte von „mein Biotop“ seit dem Start stark angewachsen. Für die Saison 2026 ist deshalb ein Relaunch geplant. Die Seite soll übersichtlicher werden, eine einfachere Navigation erhalten und vor allem im Bereich der Artensteckbriefe erweitert werden.

Das Geld soll dazu beitragen, dass der ehrenamtlich tätige Web-Entwickler Kevin Klein aus dem NABU-Leipzig-Team Unterstützung bekommt. Weil das Projekt ehrenamtlich getragen wird und die Nachfrage die Kapazitäten der Beteiligten übersteigt, soll vorhandenes Fachwissen stärker digital zugänglich gemacht werden.

Guido Hannich, Leiter Kommunikation der Sächsischen Lotto-GmbH, erklärt dazu: „Unsere heimischen Arten sind Bestandteil unseres Lebens und unverzichtbarer Bestandteil der uns umgebenden Natur. Um dem Artensterben entgegenzuwirken, sind Projekte wie ‚mein Biotop‘ wertvolle Brückenbauer und können erheblich dazu beitragen, die Natur wieder mehr wertzuschätzen und die biologische Vielfalt zu fördern. In enger Verbundenheit mit dem NABU ist es Sachsenlotto ein großes Anliegen, regionale Projekte wie dieses in Leipzig nachhaltig zu unterstützen.“

Was hinter „mein Biotop“ steckt

„mein Biotop“ wurde 2021 ins Leben gerufen und bereits damals initial von Sachsenlotto unterstützt. Das Projekt versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Auf der Website werden Zusammenhänge zwischen Tier- und Pflanzenwelt leicht verständlich erklärt. Zugleich finden Nutzerinnen und Nutzer Empfehlungen, Bauanleitungen und Vorschläge für unterschiedliche Biotop-Bausteine.

Dabei geht es nicht nur um große Naturflächen. Auch kleine Maßnahmen können helfen: heimische Kräuter und Gräser, Sträucher, Hecken, Wasserstellen, Totholz oder Steine können Rückzugsräume für Insekten, Vögel und andere Tiere schaffen. Gerade in Städten wie Leipzig sind solche kleinteiligen Lebensräume wichtig, weil natürliche Strukturen vielerorts zurückgehen.

Kevin Klein vom NABU Leipzig sagt: „Wir wollen Wissen über ökologische Zusammenhänge vermitteln und zeigen, dass jeder in seinem Rahmen etwas für die Biodiversität tun kann. Als Basis reichen bereits drei Quadratmeter und sechs Elemente: Kräuter und Gräser, Bäume, Sträucher und Hecken, Wasser, Totholz und Steine. Mit unserer Webseite wollen wir den Menschen ermöglichen, sich dem Thema leicht verständlich anzunähern. Für die Unterstützung von Jörg Gräser und Sachsenlotto bedanken wir uns herzlich.“

Jörg Gräser wirbt für mehr Natur im Alltag

Jörg Gräser setzt sich nicht nur beruflich im Zoo Leipzig für Tiere ein, sondern wirbt auch im Alltag dafür, die Natur bewusster wahrzunehmen. Aus seiner Sicht braucht es dafür weder große Flächen noch besondere Vorkenntnisse. Wichtig sei vor allem, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen.

In vielen Gärten nehme die Zahl naturnaher Ecken ab. Stattdessen gebe es immer häufiger Schotterflächen, Steine oder Pflanzen wie Kirschlorbeer und Bambus, die regionalen Tierarten kaum geeigneten Lebensraum bieten. Gräser empfiehlt deshalb, wilde Ecken zuzulassen, etwa mit Brennnesseln oder Totholz. Solche Bereiche können besonders für Insekten wertvolle Rückzugsorte sein.

Jörg Gräser erklärt: „Um sich an dem Erhalt der Artenvielfalt zu beteiligen, braucht es weder einen riesigen Garten noch tiefe Fachexpertise. Ich bin begeistert von der Idee einer Mitmach-Aktion, bei der jeder das Beste aus seinen Möglichkeiten herausholen kann. Oft reichen schon simple Veränderungen, um Kleinstlebensräume für unsere heimischen Tiere und Pflanzen entstehen zu lassen - sei es auf dem Balkon oder im eigenen Gemüsegarten. Es ist Zeit, dass wir die Natur wieder mehr in unseren Alltag lassen und den Reichtum der Arten, Prozesse und Funktionen schützen und bewundern.“

Warum kleine Biotope wichtig sind

Der praktische Nutzen solcher Projekte liegt darin, dass Menschen direkt ins Handeln kommen können. Wer heimische Pflanzen setzt, Wasserstellen schafft oder Totholz liegen lässt, kann Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere schaffen. Gerade in dicht bebauten Gebieten sind solche kleinen Flächen oft wichtige Trittsteine für die Natur.

Gleichzeitig hat das Thema auch Grenzen. Nicht jede Fläche eignet sich gleichermaßen, nicht jede Maßnahme ist überall sinnvoll und manche Eingriffe brauchen Pflege oder fachliche Einordnung. Genau hier setzt „mein Biotop“ an: Das Projekt will Orientierung geben, ohne die Menschen zu überfordern. Statt perfekter Naturgärten geht es um machbare Schritte im eigenen Umfeld.

Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: Wer einen Balkon, einen Garten oder eine kleine Freifläche hat, kann mit einfachen Mitteln beginnen. Schon eine wilde Ecke, heimische Pflanzen oder eine kleine Wasserstelle können helfen. Entscheidend ist, regionale Arten zu fördern und Lebensräume nicht nur dekorativ, sondern ökologisch sinnvoll zu gestalten.

Thomas Wolf
Artikel von

Thomas Wolf

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