Ein Bericht von Andrea Gaida
Das Dorfmuseum Markersdorf im Landkreis Görlitz steht nach der Auflösung des Schlesisch-Oberlausitzer Museumsverbunds vor einem Neuanfang. Der Verbund, zu dem neben dem Dorfmuseum auch das Ackerbürgermuseum Reichenbach, Schloss Krobnitz, das Granitabbaumuseum Königshainer Berge sowie Schloss Königshain gehörten, wurde aus finanziellen Gründen zum 1. Januar 2026 aufgelöst.
Für das Dorfmuseum bedeutet das jedoch nicht das Ende. Rund 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer engagieren sich derzeit dafür, den Betrieb weiterzuführen. Zudem ist die Gründung eines eigenständigen Vereins in Vorbereitung.
Dass das Interesse an dem Museum weiterhin groß ist, zeigten gut besuchte Veranstaltungen in den vergangenen Monaten. Dazu zählten unter anderem der Flegeldrusch Anfang März 2026 sowie das Osterfest im April und die 1. Pflanzentauschbörse im Mai. Im Juni fand außerdem eine Führung für Menschen mit Demenz statt. Auch für die kommenden Monate sind Veranstaltungen geplant, darunter Erntedankfest, Schlachtfest, Bauernmarkt und ein Sommertheater.
Das Dorfmuseum versteht sich dabei nicht nur als Ausstellungsort, sondern auch als Treffpunkt für die Gemeinde. Die Räume können für Familien- und Abschlussfeiern, Ausstellungen, Workshops und andere Veranstaltungen genutzt werden. Geplant sind zudem Spieleabende für Interessierte.
Zu sehen sind im Museum historische Wohnbereiche, landwirtschaftliche Geräte, Kleidung und eine alte Dorfschule. Besonders Kinder interessieren sich für die Einblicke in das frühere Leben auf einem Bauernhof. Auch die Tiere auf dem Gelände, darunter Kaninchen, Enten und Gänse, gehören zu den Anziehungspunkten.
Um den Betrieb langfristig zu sichern, sucht das Dorfmuseum weitere Unterstützung. Gebraucht werden ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, etwa für die Pflege des Kräutergartens, Instandhaltungsarbeiten oder die Organisation von Veranstaltungen. Auch Sachspenden wie Gartengeräte oder Tierfutter werden angenommen. Unternehmen können das Projekt ebenfalls unterstützen, zum Beispiel durch Sponsoring.
Interessierte können sich an den zukünftigen Vereinsvorsitzenden René Ciesielki wenden, der sich schon jetzt aktiv für den Fortbestand des Museums engagiert und die Bewohner zur Hilfe aufruft: