Am Dienstagabend haben Betrüger im Landkreis Görlitz erneut mit einer Welle von Schockanrufen versucht, an Geld und Wertgegenstände zu gelangen. Betroffen waren vor allem die Bereiche Görlitz und Weißwasser. In insgesamt 26 Fällen gaben sich die Anrufer als Beamte der Kriminalpolizei aus und setzten die Angerufenen mit einer erfundenen Geschichte unter Druck. Nach ihrer Darstellung sei eine rumänische Diebesbande festgenommen worden, bei der Durchsuchung habe man eine Liste mit den Namen der Anrufenden gefunden. Mit diesem Vorwand wollten die Täter in Erfahrung bringen, ob sich Bargeld oder Wertgegenstände im Haus befinden. Ziel der Masche ist es, die Betroffenen zu verunsichern und sie zu vorschnellen Handlungen zu bewegen.
Glücklicherweise reagierten die meisten Angerufenen besonnen, legten auf oder stellten gezielte Nachfragen, sodass die Kriminellen das Gespräch beendeten. Ein Vermögensschaden entstand nach aktuellem Stand nicht. Die Polizei mahnt dennoch zur Wachsamkeit, denn Schockanrufe gehören zu den besonders perfiden Betrugsformen. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und sich nicht auf Geschichten am Telefon einlassen. Die echte Polizei fordert niemals dazu auf, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben. Stattdessen gilt: Ruhe bewahren, keine persönlichen Informationen preisgeben und im Zweifel selbstständig die örtliche Polizei kontaktieren. Wer aufmerksam bleibt und verdächtige Anrufe konsequent abbricht, kann sich und andere wirksam vor dieser Betrugsmasche schützen.