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Lausitz geht als First Valley voran: Kooperation für klimaneutrale Industrieansiedlungen

Lausitz geht als First Valley voran: Kooperation für klimaneutrale Industrieansiedlungen
v. l . n. r. Bodo Middeldorf – Geschäftsführer Zukunftsagentur Rheinisches Revier, Nikolaus Jansen – Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Weser-Ems, Alexander Scheeser – Projektkoordinator Net Zero Valley Lausitz, Steffen Volk – Projektleiter Clean Energy Valley Schleswig-Holstein / Foto: Nicole Kolster, Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH
Die Net-Zero-Valley-Initiativen aus Lausitz, Rheinischem Revier, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein arbeiten künftig enger zusammen. Ziel ist es, klimaneutrale Industrieansiedlungen zu erleichtern und neue Wertschöpfung in Deutschland zu schaffen.

Kooperation für klimaneutrale Industrieansiedlungen

Im Rahmen der Immobilienmesse EXPO REAL in München haben die Net-Zero-Valley-Initiativen aus der Lausitz, dem Rheinischen Revier, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Unter dem Leitgedanken „From Valley to Value – Four Valleys. One ambition.“ wollen die vier Regionen ihre Standortstärken besser vernetzen und gemeinsam Investitionen in klimaneutrale Technologien anziehen.

Im Mittelpunkt stehen dabei schnellere Genehmigungsprozesse, ein engerer Austausch bei der Standortentwicklung und die Schaffung neuer industrieller Wertschöpfungsketten. Für die Lausitz ist die Vereinbarung ein wichtiger Schritt, um den Strukturwandel weiter voranzubringen und sich als moderner Industrie- und Energiestandort zu positionieren.

Gemeinsame Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft

Die Zusammenarbeit der vier Net Zero Valleys soll auch zu einer stärkeren gemeinsamen Stimme gegenüber Bund, Ländern und Europäischer Union führen. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für Investoren zu verbessern und die Entwicklung neuer Industrien in klimaneutralen Bereichen zu erleichtern.

Tobias Schick, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus, betonte, dass die deutschen Net-Zero-Valleys ihre Kräfte bündelten und als gemeinsame Stimme gegenüber Bund und EU auftreten könnten. Als First Valley wolle die Lausitz vorangehen. Zugleich müsse Bürokratie abgebaut und müssten Genehmigungsverfahren beschleunigt werden, um die Regionen für Investoren attraktiver zu machen.

Dr. Stephan Meyer, Landrat des Landkreises Görlitz, verwies auf die Chancen der Net-Zero-Valleys, industrielle Transformation, Innovation und regionale Wertschöpfung zusammenzuführen. Entscheidend sei nun, dass aus den Ausweisungen konkrete Investitionen, neue Wertschöpfungsketten und gute Arbeitsplätze entstünden. Die Kooperation ermögliche es, Erfahrungen und Interessen zu bündeln und gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen bei Investitionen, Infrastruktur und Verfahren einzutreten.

Perspektiven für die Lausitz

Für die Lausitz eröffnet die länderübergreifende Allianz eine bedeutende Perspektive. Sie stärkt die Region in ihrem Anspruch, den Wandel von der Kohleregion hin zu einem zukunftsfähigen Industrie- und Energiestandort erfolgreich zu gestalten.

Mit der Kooperation der vier Net Zero Valleys entsteht ein neues Netzwerk, das regionale Stärken verbindet und industrielle Entwicklung mit Klimaschutz zusammen denkt. Davon könnten nicht nur Unternehmen und Kommunen profitieren, sondern auch Beschäftigte und kommende Generationen in den beteiligten Regionen.