Solider Start ins Tourismusjahr 2026
Der Tourismus in Görlitz entwickelt sich auch im Jahr 2026 verlässlich. Von Januar bis Juni wurden in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben der Stadt 66.952 Gästeankünfte und 150.698 Übernachtungen registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 4,3 Prozent bei den Ankünften und 0,9 Prozent bei den Übernachtungen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer blieb mit 2,3 Tagen konstant.
Nachfrage bleibt auf hohem Niveau
Mit diesen Zahlen knüpft Görlitz an die positive Entwicklung des Vorjahres an. 2025 hatte die Stadt mit 340.851 Übernachtungen bereits einen neuen Höchstwert erreicht. Auch für das laufende Jahr deutet sich nach den ersten sechs Monaten eine stabile bis leicht wachsende Entwicklung an. Die Nachfrage nach der Stadt als Reiseziel bleibt damit robust, obwohl sich das Umfeld spürbar verändert hat.
Verändertes Ausgabeverhalten der Gäste
„Nach dem Rekordjahr 2025 ist es ein sehr gutes Signal, dass sich die Nachfrage nach Görlitz weiterhin auf diesem hohen Niveau bewegt“, sagt Eva Wittig, Geschäftsführerin der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ). Gleichzeitig beobachtet die Stadt, dass wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Reiseentscheidungen stärker beeinflussen. Viele Gäste achten genauer auf ihre Ausgaben und nehmen zusätzliche Leistungen vor Ort zurückhaltender in Anspruch. Das wirkt sich unter anderem auf Gastronomie und touristische Dienstleistungen aus.
Auch extreme Wetterlagen spielen eine Rolle. Bei großer Hitze sinkt etwa die Nachfrage nach geführten Stadtrundgängen. Solche Einflüsse zeigen, wie sensibel einzelne Angebote auf äußere Bedingungen reagieren.
Zuversicht für die zweite Jahreshälfte
Für die kommenden Monate blickt die EGZ dennoch optimistisch auf die weitere Entwicklung. Mit dem Altstadtfest, zahlreichen Kulturveranstaltungen im Spätsommer und Herbst sowie dem Schlesischen Christkindelmarkt in der Adventszeit verfügt Görlitz über starke Reiseanlässe. Ziel bleibt es, das hohe Niveau des Rekordjahres 2025 zu halten und zugleich dafür zu sorgen, dass Gäste länger bleiben und die Stadt sowie die Region intensiver erleben.
Tourismuskonzept mit Blick auf 2030
Diese Entwicklung ist auch im Tourismuskonzept „Zukunft Görlitz 2030“ verankert. Bis 2030 sollen die Übernachtungszahlen dauerhaft über 340.000 liegen und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer auf 2,5 Tage steigen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur mehr Gäste, sondern vor allem attraktive Erlebnisangebote, eine hohe Aufenthaltsqualität und eine stärkere Vernetzung mit der Region.