Bei einer Kontrolle am Grenzübergang Hagenwerder haben Einsatzkräfte in der Nacht zum Donnerstag einen gestohlenen Muldenkipper sichergestellt. Gegen 00:30 Uhr hielten die Beamten im Rahmen der wieder eingeführten Grenzkontrollen einen aus Polen kommenden Kleintransporter an und überprüften neben den Insassen auch den Laderaum des Fahrzeugs. Dort fanden sie keine Personen, sondern eine Arbeitsmaschine, die gerade noch in den Transporter passte. Auf Nachfrage erklärte der 40-jährige polnische Fahrer, er habe den Muldenkipper in Polen für umgerechnet 13.500 Euro gekauft. Nach seinen Angaben sollte die Maschine auf einer Baustelle in Deutschland eingesetzt werden. Kaufunterlagen und weitere Nachweise zeigte er den Einsatzkräften auf seinem Handy vor.
Die Überprüfung der Individualnummer im polizeilichen Fahndungssystem brachte jedoch schnell Klarheit: Der Muldenkipper der Firma Weidemann war am 8. Mai 2026 in Dänemark gestohlen worden. Eine Rückfrage bei den dänischen Behörden bestätigte die Ausschreibung. Mit dem Fahndungsergebnis konfrontiert, zeigte sich der Mann überrascht und gab an, von dem Diebstahl nichts gewusst zu haben. Ob er die Arbeitsmaschine gutgläubig erworben hat, selbst Geschädigter ist oder als Tatbeteiligter in Betracht kommt, ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen. Der Muldenkipper wurde sichergestellt. Der 40-Jährige konnte nach Abschluss aller Maßnahmen mit leerem Laderaum seine Fahrt fortsetzen.