Nach dem tragischen Hauseinsturz auf der James-von-Moltke-Straße in Görlitz haben die Stadtwerke gemeinsam mit den Einsatzkräften entschieden, die Gaszufuhr im betroffenen Gebiet vorsorglich zu unterbrechen. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass es in der Umgebung des Unglücksortes zu weiteren Gefahren für Anwohner, Einsatzkräfte oder Passanten kommt. Die Stadtwerke Görlitz betonen, dass der Schutz aller Beteiligten derzeit oberste Priorität hat. Eine einfache Abschaltung direkt am Hausanschluss ist nicht möglich, da der Zugang zum eingestürzten Gebäude durch Trümmer und Schutt versperrt ist. Hinzu kommt die komplexe Verzweigung des Gasnetzes in diesem Bereich. Deshalb werden in den kommenden Stunden gemeinsam mit regionalen Tiefbaufirmen an drei strategischen Standorten Gräben ausgehoben und dort Absperrungen gesetzt, um die Gasversorgung flächendeckend sicher zu unterbrechen. Für die umliegenden Gebäude bedeutet das einen vorübergehenden Gasausfall.
Warmes Wasser und Heizwärme stehen damit zunächst nicht zur Verfügung, eine Ersatzversorgung kann derzeit nicht angeboten werden. Wann die Gasversorgung wieder aufgenommen werden kann, ist nach Angaben der Stadtwerke aktuell noch nicht verlässlich absehbar und hängt von den Bedingungen vor Ort ab. Um die betroffenen Menschen zu unterstützen, hat die Stadtverwaltung Görlitz im NEISSE-Bad Görlitz Dusch- und Wärmemöglichkeiten eingerichtet. Die Stadtwerke bitten die Bevölkerung um Verständnis für diese notwendige Sicherheitsmaßnahme. Ziel sei es, alle Risiken im Zusammenhang mit möglichen Gasaustritten auszuschließen und die Lage vor Ort bestmöglich zu sichern.