Freistaat Sachsen fördert Ausbau von Spekon in Seifhennersdorf
Millionenförderung für den Ausbau in Seifhennersdorf
Der Freistaat Sachsen unterstützt die Spekon Sächsische Spezialkonfektion GmbH beim Ausbau ihrer Produktionsflächen in Seifhennersdorf mit 2,8 Millionen Euro. Insgesamt investiert das Textilunternehmen 8,3 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung seines Standorts im Landkreis Görlitz. Der erste Spatenstich erfolgte am Freitag im Beisein von Wirtschaftsminister Dirk Panter.
Die Fördermittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm GRW-RIGA zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Ziel des Vorhabens ist es, die räumlichen Grenzen der bisherigen Fertigung zu überwinden und die Produktion bis Ende 2027 fit für die steigende Nachfrage zu machen.
Hightech trifft auf präzise Handarbeit
Spekon zählt zu den weltweit führenden Herstellern moderner Fallschirmsysteme. Das 1842 gegründete Unternehmen hat sich neben Militär-, Rettungs- und Sportfallschirmen auch auf Luftfahrttextilien, temporäre Bauten und technische Textilien spezialisiert. Zum Sortiment gehören unter anderem Sicherungsnetze, Anschnallgurte sowie textile Lösungen für Flugzeuge, Bahnen und Busse.
Minister Panter lobte bei seinem Besuch die Verbindung aus Tradition und Innovation. »Mich beeindruckt, wie Spekon Hightech mit Handarbeit verknüpft«, sagte er. Viele Arbeitsschritte erforderten große Präzision und feine Fingerfertigkeit. Die Förderung helfe dabei, die Kapazitäten an die Nachfrage anzupassen und zugleich das Arbeitsumfeld zu verbessern.
Wachstumspotenzial und sichere Arbeitsplätze
Das Unternehmen exportiert seine Produkte in mehr als 30 Länder und beliefert öffentliche Auftraggeber, Luftfahrt- und Rüstungsfirmen sowie Kunden aus dem Fallschirm-, Segelflug- und Motorflugsport. Spekon rechnet in den kommenden Jahren vor allem im Bereich militärischer Fallschirme mit weiterem Wachstum.
Mit dem Ausbauvorhaben sollen über 40 Arbeitsplätze und zwei Ausbildungsplätze gesichert werden. Zusätzlich soll ein neuer Arbeitsplatz entstehen. Geschäftsführer Serdar Kaya betonte, dass die Unterstützung aus Sachsen ein wichtiges Signal sei und man auch künftig international mitwirken und eine Vorbildfunktion für den sächsischen Mittelstand übernehmen wolle.