In den frühen Morgenstunden hat die Bundespolizei am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf auf der BAB 4 einen VW Sharan mit polnischen Kennzeichen kontrolliert. Gegen 01:35 Uhr wurde das Fahrzeug in die Grenzkontrolle geleitet. Schon beim Anhalten fiel den Beamten der 54-jährige Fahrer durch deutliche Ausfallerscheinungen auf, denn der Wagen kam erst einige Meter nach der Kontrolllinie zum Stehen. Der Mann wurde daraufhin in das Kontrollzelt gebracht. Dort zeigten sich zunächst Verständigungsprobleme, die jedoch nicht auf einer Sprachbarriere beruhten. Mit glasigen Augen und unsicherem Gang verließ der polnische Staatsangehörige anschließend sein Fahrzeug, um den Kofferraum zu öffnen. Auf die Frage nach dem Konsum alkoholischer Getränke erklärte er, nichts getrunken zu haben.
Ein freiwilliger Atemalkoholtest widerlegte diese Aussage jedoch klar. Das Gerät zeigte zunächst 2,25 Promille an, kurz darauf bei einer zweiten Messung sogar 2,33 Promille. Damit war schnell klar, dass der Mann erheblich alkoholisiert unterwegs gewesen war. Der Sachverhalt wurde zuständigkeitshalber an die Landespolizei Sachsen übergeben. Beamte des Autobahnpolizeireviers Bautzen leiteten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein, ordneten eine Blutentnahme an und untersagten dem Fahrer die Weiterfahrt.