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Dog Wellbeing Index 2026: Wie hundefreundlich sind eigentlich Sachsens Städte?

Glücklicher Hund wird im Freien von einer Person gekrault. Im Hintergrund grüne Wiesen und Bäume - Symbol für hundefreundliche Lebensräume.
Hundefreundliche Städte: Wo Hunde sich wohlfühlen können, hängt von Grünflächen, Luftqualität und Infrastruktur ab. / Foto: freepik.com
Von: Konrad Vers

Ein neuer Index zeigt, wie lebenswert die 25 größten deutschen Städte für Hunde sind. Während Hannover den ersten Platz belegt, landen die sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden nur im unteren Mittelfeld. Woran das liegt und welche Faktoren für ein hundefreundliches Umfeld entscheidend sind.

Hunde sind für viele Menschen weit mehr als nur Haustiere – sie sind Familienmitglieder. Doch nicht jede Großstadt bietet die gleichen Voraussetzungen für ein glückliches Hundeleben. Der aktuelle "Dog Wellbeing Index 2026" von Coway Europe, einem Unternehmen für Luftfilter, hat die 25 größten deutschen Städte auf ihre Hundefreundlichkeit untersucht. Das Ergebnis: Es gibt enorme Unterschiede bei der Lebensqualität für die Vierbeiner.

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Hannover an der Spitze, München bildet das Schlusslicht

Mit einer Gesamtpunktzahl von 55,1 Punkten sichert sich Hannover mit deutlichem Abstand den ersten Platz im Ranking. Die niedersächsische Landeshauptstadt überzeugt vor allem durch eine hervorragende Infrastruktur: Bei der Anzahl der Hundeschulen und Pflegeangebote erreicht Hannover die Maximalpunktzahl. Zudem gibt es hier im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Hunde, gepaart mit einer sehr guten Luftqualität.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Duisburg (39,4 Punkte) und Hamburg (39,3 Punkte). Duisburg punktet insbesondere mit einer exzellenten tierärztlichen Versorgung und vielen Hundepensionen, während Hamburg durch ein ausgewogenes Profil mit vielen Grünflächen und guter Luftqualität besticht.

Am anderen Ende der Skala finden sich überraschenderweise süddeutsche Metropolen: Nürnberg und München teilen sich mit jeweils 19,2 Punkten den letzten Platz, knapp hinter Mannheim (20 Punkte) und Stuttgart (20,1 Punkte).

So schneiden die sächsischen Städte ab

Für Hundehalter in Sachsen fallen die Ergebnisse durchwachsen aus. Leipzig belegt mit 23,6 Punkten den 17. Platz, während Dresden mit 22,9 Punkten auf Rang 19 landet. Beide Städte weisen damit laut der Studie "noch Luft nach oben" auf.

Die genauen Gründe für das Abschneiden der sächsischen Metropolen im Detail:

Leipzig schafft es immerhin in einer Einzelkategorie in die Top 10: Bei der Anzahl der Hunde pro Einwohner belegt die Messestadt den zehnten Platz. In den anderen Bereichen wie Grünflächen, tierärztlicher Versorgung oder Luftqualität scheinen beide Städte jedoch Nachholbedarf zu haben, um mit den Spitzenreitern mithalten zu können.

Die Methodik hinter dem Index

Für den "Dog Wellbeing Index" wurden sieben verschiedene Indikatoren herangezogen und auf einer Skala von 1 bis 10 bewertet:

  • Anzahl der Hunde pro Einwohner
  • Anteil der Grünflächen
  • Anzahl der Tierärzte
  • Verfügbarkeit von Hundepensionen
  • Luftqualität (gemessen am PM2.5-Wert)
  • Angebote für Hundepflege
  • Anzahl der Hundeschulen

Die maximale Gesamtpunktzahl lag bei 70 Punkten. Besonders die Luftqualität erwies sich als entscheidender Faktor: Städte mit einer hohen Feinstaubbelastung rutschten im Ranking deutlich ab. So verzeichnete beispielsweise Bochum den schlechtesten Wert bei der Luftqualität (0,0 Punkte), was maßgeblich zur niedrigen Gesamtpunktzahl von 26,1 beitrug.

Grünflächen und saubere Luft als Schlüsselfaktoren

Die Studie verdeutlicht, dass eine gute Infrastruktur allein nicht ausreicht. Städte wie Bielefeld (Platz 4) und Wuppertal (Platz 7) zeigen, dass ein hoher Anteil an Grünflächen und eine gute Luftqualität das Gesamtergebnis signifikant verbessern können.

"Die Daten zeigen deutlich, dass Luftqualität ein entscheidender Faktor für das Gesamtwohlbefinden ist", kommentiert Coway Europe die Ergebnisse. "Städte mit schlechteren Luftbedingungen schneiden durchgehend schlechter ab – unabhängig von ihrer Infrastruktur."

Für die Stadtplanung bedeutet dies: Wer eine lebenswerte Umgebung für Menschen und ihre Haustiere schaffen möchte, muss neben Dienstleistungsangeboten vor allem auf ausreichend Natur und saubere Luft in den Ballungsräumen achten.

Konrad Vers
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Konrad Vers

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