Von Ulf Mallek
Aus dem Quartett ist ein Trio geworden. Eigentlich wollte der Moritzburger SPD-Landtagsabgeordnete Martin Dulig am Samstag mit in die Ukraine fahren. Aber daraus wurde nichts. Er wird in Berlin bei den Koalitionsverhandlungen mit der CDU erwartet. Nicht weniger als 256 Verhandler schicken CDU, SPD und CSU in die Gespräche. Der sächsische Ex-Wirtschaftsminister ist einer von ihnen. Vom heutigen Donnerstag an wird es in den Koalitionsverhandlungen 16 Arbeitsgruppen geben, die mit je 16 Personen besetzt sind. Die Verhandlungen sollen zehn Tage dauern.
So fahren Sven Böttger und seine zwei Mitstreiter vom Coswiger Verein Partnerschaft mit Osteuropa allein nach Lemberg. Sie transportieren im Fahrzeug Hilfsgüter für eine Schule und ein Kinderheim. Sonntag abend geht es mit dem Nachtzug nach Odessa. "Mit dem Auto haben wir uns eine so lange Fahrt durch die Ukraine nicht zugegetraut", sagte Böttger. Für den Zug wurde ihnen von Leuten, die sich auskennen, geraten, Jogginganzug und Schlappen mitzubringen. Und eine Flasche Wodka. Das sei dort im Zug so üblich. Zivile Flüge sind in der gesamten Ukraine nicht möglich. Der Luftraum ist komplett gesperrt.