Hier hat die Landesvorsitzende der Johanniter-Jugend selbst einst angefangen - als Siebtklässlerin im Schulsanitätsdienst legte Magdalena den Grundstein für ihren Werdegang in der Hilfsorganisation. Heute investiert sie viele Stunden in der Woche einerseits haupt- aber vor allem ehrenamtlich für den Verband. Dass dieser Weg sie weit führen würde, unterstrich im letzten Jahr das Sächsische Staatsministerium für Gesundheit, Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, welches Magdalena für ihre jahrelange Arbeit bei den Johannitern mit der Annen-Medaille ehrte – eine Anerkennung für Menschen, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen. Auch in diesem Jahr sucht das Staatsministerium nach solchen Vorbildern. Vorschläge für die Medaille können noch bis zum 31. Mai eingereicht werden.

Voller Einsatz, rund um die Uhr
Der Schulsanitätsdienst ist jetzt vorbei und alle Nachwuchs-Johanniter auf dem Weg nachhause – Zeit, um Magda persönlich kennenzulernen. Es wäre eine Vorzeigestunde gewesen, erzählt sie. An anderen Tagen geht es hier auch mal drunter und drüber, denn sie als Sanitäterin, genau wie die Kinder, macht das hier zum ersten Mal. Ziel ist es, dass alle eine gute Zeit haben und es niemandem neuen Stress aufbürdet. Deswegen, erklärt Magda, räumt sie den Schülerinnen und Schülern möglichst viel Freiraum ein.
Die Johanniterin ist das perfekte Beispiel dafür, wie der Schulsanitätsdienst nachhaltig Begeisterung für dieses Thema wecken kann. Schon während ihrer Schulzeit begann sie die Ausbildung zur Jugendgruppenleiterin, später studierte sie dann Gesundheitsmanagement über das Deutsche Rote Kreuz – Thema ihrer Bachelorarbeit: Burnout im Ehrenamt. Während ihres Studiums nahm sie das Amt als Landesjugendleitung an und plant seit mittlerweile fünf Jahren sachsenweit Veranstaltungen. Hauptamtlich arbeitet sie für die Johanniter-Unfall-Hilfe in einer Wohngruppe mit Kindern und Jugendlichen, die aus familiären oder sozialen Gegebenheiten nicht in ihrem elterlichen Zuhause bleiben können. Dazu kommen noch der Katastrophenschutz und ihre Rolle als Erste Hilfe-Trainerin. Sie ist ständig im Einsatz, neben ihrem Vollzeitjob, selbst an Urlaubstagen. Doch der Drang zu helfen liegt ihr im Blut: Schon ihr Vater und ihre Großmutter waren im Katastrophenschutz aktiv.