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Zwei neue Bundestrainer für Dresden: Talent-Cluster im Frauenvolleyball nimmt Gestalt an

Zweigeteiltes Porträt der neuen DVV-Bundestrainer: Links der Italiener Matteo Ingratta lächelnd vor grünem Hintergrund, rechts Andreas Renneberg in der Sporthalle mit Zuschauern im Hintergrund.
Neue DVV-Doppelspitze in Dresden: Matteo Ingratta (l.) übernimmt das Amt des Jugend-Bundestrainers, Andreas Renneberg wird Junioren-Bundestrainer. Gemeinsam sollen sie Elbflorenz zum zentralen Talente-Zentrum im Frauenvolleyball ausbauen. Foto: VC Olympia Dresden
Von: Cornelius de Haas
Erst der Zuschlag als zentraler Bundesstützpunkt, nun folgen die ersten Top-Personalien: Mit der Berufung von Andreas Renneberg und Matteo Ingratta setzt der DVV ein klares Zeichen. Wie der VC Olympia Dresden die deutsche Spitze im Frauenvolleyball erobern will.

Dresden. Der Ausbau Dresdens zum zentralen Ausbildungsstandort im deutschen Frauenvolleyball wird konkret: Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) hat die ersten Personalentscheidungen getroffen. Andreas Renneberg, bislang Bundesstützpunkttrainer in Dresden, wird Junioren-Bundestrainer; der Italiener Matteo Ingratta kommt als neuer Jugend-Bundestrainer an die Elbe. Beide arbeiten künftig am Standort Dresden - wenige Monate nach der Grundsatzentscheidung, die Nachwuchsförderung hier zu bündeln.

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Kontinuität trifft internationale Impulse

Mit Renneberg setzt der DVV bewusst auf Vertrautheit: Er kennt die Dresdner Strukturen und Athletinnen seit Jahren und hat das Ausbildungsmodell mitgeprägt. Künftig betreut er die deutschen U20-Top-Talente. „Dresden ist für mich weit mehr als nur ein Trainingsstandort", sagt Renneberg - hier seien über Jahre Strukturen gewachsen, die junge Spielerinnen konsequent an den Spitzenvolleyball heranführten.

Ingratta wiederum, der auf Justin Wolff folgt, soll neue Perspektiven einbringen. „Der italienische Volleyball hat mich sportlich und als Trainer stark geprägt", so der Neue. Zugleich komme er „mit großer Offenheit und Respekt vor dem, was in Dresden über viele Jahre erfolgreich aufgebaut wurde". Sein Ziel sei, unterschiedliche Volleyballkulturen zu verbinden und jede Spielerin individuell besser zu machen.

Warum gerade Dresden

Für den VC Olympia Dresden ist die Besetzung ein Etappenziel. „Unsere Vision bekommt Struktur, Personal und damit zunehmend Leben", sagt Vorstandschef Thomas Kettmann. Entscheidend sei, Bewährtes nicht aufzugeben: Der Standort sei „nicht trotz, sondern wegen" seiner gewachsenen Strukturen ausgewählt worden - der engen Verzahnung von Nachwuchsförderung, Bundesstützpunkt, Schule, Internat, Olympiastützpunkt und dem Übergang in den Profisport.

Dass das Modell trägt, zeigten die jüngsten Erfolge: U18 und U20 wurden Deutscher Meister, viele Dresdner Spielerinnen stehen in den Nachwuchs-Nationalmannschaften, und der VC Olympia hat sich mit einem jungen Team in der 2. Bundesliga Pro etabliert. Getragen wird das Projekt von einem breiten Bündnis aus DVV, Freistaat, Stadt, Olympiastützpunkt, Landesverband, Eliteschule des Sports, Dresdner SC und VC Olympia.

„Die eigentliche Arbeit beginnt erst"

Mit der neuen Rolle wachsen die Erwartungen. Christiane Fürst, Geschäftsführerin des VC Olympia und Leiterin des Bundesstützpunkts, sieht die nächste Phase gekommen: „Jetzt müssen wir die Strukturen mit Leben füllen." Kettmann dämpft trotz des Erfolgs die Euphorie: „Wir dürfen stolz auf das Erreichte sein, müssen aber gleichzeitig mit großer Demut an die nächsten Aufgaben gehen." Das langfristige Ziel benennt er offen - Athletinnen zu entwickeln, die eines Tages für Deutschland bei Europa- und Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen um Medaillen kämpfen.

Cornelius de Haas
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Cornelius de Haas

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