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Warum 248 Dresdner Jugendliche am 30. Juni freiwillig zur Arbeit gehen

Ein lächelndes Mädchen und ein Junge stehen mit verschränkten Armen auf der Ladefläche eines orangefarbenen Lkw, die mit abgeschnittenem Gras und Zweigen gefüllt ist. Im Hintergrund sind grüne Bäume zu sehen.
Engagement im Grünen: Schaufeln für den guten Zweck beim Aktionstag „genialsozial“. Am Dienstag (30. Juni) packen 248 Dresdner Schüler im Stadtgebiet mit an - ein neuer Rekord. Foto: LHDD/Haupt- und Personalamt
Am 30. Juni tauschen 248 Dresdner Schülerinnen und Schüler das Klassenzimmer gegen Bibliothek, Klinikum und erstmals sogar die Opernbühne. Ihr Lohn landet nicht auf dem eigenen Konto, sondern in einem Krankenhaus in Algerien, in Ausbildungsplätzen in Ruanda und in Familienhilfe in der Mongolei.

Dresden. Wenn am Dienstag, dem 30. Juni, die ersten Jugendlichen durch die Türen der Dresdner Stadtverwaltung treten, beginnt für sie ein ungewöhnlicher Arbeitstag. 248 Schülerinnen und Schüler packen beim Aktionstag „genialsozial - Deine Arbeit gegen Armut" mit an - so viele wie nie zuvor. Die angebotenen Plätze waren im Nu vergeben, der Rekord des Vorjahres ist damit gebrochen.

Vielfältiger könnten die Einsätze kaum sein: Die einen räumen Regale in den Bibliotheken ein, andere begleiten die Kollegen im Ordnungsamt, greifen im Garten- und Landschaftsbau zur Schaufel oder kümmern sich in den Kitas um die Kleinsten. Besonders viele Hände braucht das Städtische Klinikum. Neu dabei sind in diesem Jahr die Staatsoperette Dresden und das Theater Junge Generation, die ihre Türen erstmals für die jungen Helfer öffnen.

Was die Jugendlichen an diesem Tag verdienen, kommt nicht ihnen selbst zugute. Eine Jugendjury aus 80 jungen Leuten hat schon Anfang des Jahres entschieden, wohin das Geld fließt: in den Neubau eines Krankenhauses im algerischen Camp Laayoun, in Ausbildungsperspektiven in Ruanda und in Starthilfe für Familien in der Mongolei. 30 Prozent der Einnahmen bleiben an den Schulen vor Ort für eigene Projekte.

„Die Jugendlichen gewinnen wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt des öffentlichen Dienstes und unterstützen zugleich soziale Projekte", sagt Personalbürgermeister Jan Pratzka.