Dresden. Wer die Polizei ruft, muss damit rechnen, dass sie kommt. Das musste ein 20-Jähriger in Dresden-Gorbitz am Dienstagabend auf die harte Tour lernen.
Kurz nach 21 Uhr wählte er den Notruf – angeblich bedrohten ihn mehrere Unbekannte in seiner eigenen Wohnung. Die Beamten rückten an. Von Angreifern keine Spur. Dafür lagen auf dem Couchtisch, der Fensterbank und sonst wo in der Wohnung rund 85 Gramm Cannabis sowie gut 1.300 verschreibungspflichtige Tabletten offen herum. Dazu Utensilien, wie sie im Drogenhandel üblich sind. Und nach der anschließenden Durchsuchung auch noch ein verbotenes Messer sowie eine Softairwaffe.
Der 20-jährige Syrer muss sich nun wegen Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz und das Arzneimittelgesetz verantworten. Warum er die Polizei trotz des üppigen Lagerbestands freiwillig in die Wohnung bat, ist noch offen – Ermittler tippen auf einen psychischen Ausnahmezustand oder den Einfluss von Rauschmitteln.
Auf den Notruf folgte die Anzeige. Mehrfach.