Logo Die Sachsen News

Platz der Einheit? Warum der Albertplatz vor 80 Jahren umbenannt wurde

Weitwinkelaufnahme des Dresdner Albertplatzes bei leicht bewölktem Himmel. Im Vordergrund erstreckt sich gepflasterter Boden mit Straßenbahngleisen. Auf den Gehwegen warten Menschen an einer Haltestelle, im Hintergrund stehen grüne Bäume und ein großer Brunnen.
Vom Platz der Einheit zurück zum Albertplatz: Die bewegte Geschichte des Neustädter Knotens beleuchtet Dr. Thomas Widera am 22. September im Stadtarchiv Dresden. Der Vortrag widmet sich dem Alltag und Erinnern im Nachkriegsjahr 1946. Foto: CdH
1946 hieß er Platz der Einheit, seit 1991 wieder Albertplatz. Was hinter dem Namenswechsel steckt und warum das Jahr 1946 oft übersehen wird, erklärt am Dienstag ein Historiker im Stadtarchiv Dresden.

Dresden. Der Dresdner Albertplatz hieß nicht immer so. 1946 trug er den Namen Platz der Einheit, erst 1991 bekam er den alten zurück. Warum das Jahr 1946 dabei meist im Schatten anderer Ereignisse bleibt, ist das Thema eines Vortrags am Dienstag, 22. September, um 18 Uhr im Stadtarchiv Dresden an der Elisabeth-Boer-Straße 1. Der Eintritt ist frei, anmelden muss sich niemand.

Es spricht Dr. Thomas Widera, sein Titel: „Platz der Einheit 1946 / Albertplatz 1991: Was wollen wir erinnern?“

Was der Vortrag im Stadtarchiv Dresden beleuchtet

Widera setzt beim Alltag der Menschen im Jahr 1946 an, zwischen Neuanfängen, alten Gewohnheiten und Brüchen. Von dort spannt er den Bogen in die Gegenwart und fragt, was von damals wie erinnert wird und was in Vergessenheit gerät.

Widera kennt die Zeit genau. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden und hat sich in seinen Arbeiten mit der Nachkriegsgeschichte Sachsens und Dresdens befasst. Ein Schwerpunkt: die politische und gesellschaftliche Neuordnung unter sowjetischer Besatzung zwischen 1945 und 1948.

Mehr zum Programm steht auf www.dresden.de/stadtarchiv.