Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Dresden News

Feuerwehr Dresden warnt vor unterschätzter Baumgefahr

Ein roter Feuerwehr-Rüstwagen mit einem Kranarm steht auf der Straße. Feuerwehrleute in Einsatzkleidung bergen einen riesigen, umgestürzten Baum, der quer über die Wiesbadener Straße in Dresden-Löbtau liegt.
Gefahr im Stadtbild: Ein riesiger Kastanienbaum stürzte am Dienstag auf die Wiesbadener Straße in Dresden-Löbtau und begrub zwei Autos. Die Feuerwehr musste mit einem Spezialkran anrücken, um den ein Meter dicken Stamm schrittweise zu bergen. Foto: Feuerwehr Dresden/Roland Halkasch
Von: Cornelius de Haas
Ein tonnenschwerer Kastanienbaum, zwei zertrümmerte Autos, eine gesperrte Straße: Ein Einsatz in Löbtau zeigt, wie schnell aus einem Baum eine Gefahr wird. Die Feuerwehr Dresden warnt - und verweist auf eine auffällige Statistik.

Dresden. Ein Meter Stammdurchmesser, quer über Fahrbahn und Gehweg, mitten hinein in zwei geparkte Autos: Was die Feuerwehr am Dienstagmittag auf der Wiesbadener Straße in Löbtau-Süd vorfand, führt drastisch vor Augen, wovor die Einsatzkräfte nun ausdrücklich warnen. Bäume gehören zum Dresdner Stadtbild - können aber schnell zur Gefahr werden.

Kastanie begräbt Audi und Renault

Gegen 12.42 Uhr war ein großer Kastanienbaum auf einen Audi und einen Renault gestürzt. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, auch ein Grundstückszaun bekam etwas ab. Verletzt wurde niemand. Die Einsatzkräfte sicherten die Stelle, setzten den Baum mithilfe eines Rüstwagens mit Kran teilweise um und befreiten anschließend Fahrzeuge und Gehweg von Ästen und Baumteilen.

Damit war der Einsatz noch nicht beendet: Auf demselben Grundstück standen zwei weitere Bäume, von denen ebenfalls Gefahr ausging. Ein hinzugezogenes Baumserviceunternehmen übernahm die weiteren Arbeiten. Bis alle Gefahren beseitigt waren, blieb die Wiesbadener Straße gesperrt - der Einsatz zog sich bis 16.25 Uhr. Zehn Kräfte der Wachen Löbtau und Albertstadt waren im Einsatz.

Mehr aus dieser Kategorie

Bäume sorgen regelmäßig für Einsätze

Der Fall ist kein Einzelfall. Allein im Juni rückte die Feuerwehr 41-mal wegen Bäumen aus, im Juli 25-mal, im August bis zu diesem Tag bereits neunmal. Gefährlich ist dabei, dass Schäden oft nicht von außen erkennbar sind: Trockenheit, Sturm, Starkregen, Krankheiten oder Schäden im Wurzelbereich können die Standfestigkeit untergraben, ohne dass man es dem Baum ansieht. Regelmäßige fachgerechte Kontrolle und Pflege, so die Feuerwehr, helfe, solche Gefahren früh zu erkennen.

Die Einsatzkräfte bitten Bürgerinnen und Bürger, beschädigte oder auffällig geneigte Bäume sowie Bereiche mit herabgebrochenen Ästen möglichst zu meiden. Wer eine unmittelbare Gefahr für Menschen oder Sachwerte bemerkt, sollte die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigen.

Cornelius de Haas
Artikel von

Cornelius de Haas

Cornelius de Haas ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.