Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat am Donnerstag die neuen Bodenrichtwerte für Dresden zum Stichtag 1. Januar 2026 veröffentlicht und gleichzeitig den Grundstücksmarktbericht 2026 vorgestellt. 5.080 Immobilien wechselten 2025 den Besitzer – das zweite Anstiegsjahr in Folge, nach dem Einbruch auf rund 4.200 Transaktionen 2023. Der Gesamtumsatz lag bei knapp 1,92 Milliarden Euro, nominal weniger als 2024, weil die teuren Segmente weiter schwächeln.
Einfamilienhäuser: 495.000 Euro im Schnitt, Bauland knapp
Wer in Dresden ein freistehendes Einfamilienhaus kaufte, zahlte 2025 im Durchschnitt 495.000 Euro – bei rund 130 Quadratmetern Wohnfläche. Ab 1992 errichtete freistehende Einfamilienhäuser wurden dabei für durchschnittlich 4.470 Euro pro Quadratmeter gehandelt. Dresden Das Angebot an Grundstücken ist knapp geblieben: Nur 207 Baulandverkäufe wurden registriert, mit einem Gesamtumsatz von 82 Millionen Euro. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für ein Baugrundstück lag bei 360 Euro (Vorjahr: 320 Euro), die mittlere Grundstücksgröße bei 810 Quadratmetern.
Bodenrichtwerte steigen um zwei bis drei Prozent
Die neuen Bodenrichtwerte steigen im individuellen Wohnungsbau und im Geschossbereich um durchschnittlich zwei Prozent, bei Gewerbe um drei Prozent. Rund die Hälfte aller Zonen wurde unverändert fortgeschrieben – nicht als Stabilitätssignal, sondern weil die Zahl tatsächlicher Grundstücksverkäufe für eine Neuberechnung zu gering war. Nur sehr wenige Zonen weisen sinkende Werte aus.
Die stärksten prozentualen Zuwächse verzeichnen freistehende Einfamilienhäuser in einfacher und mittlerer Wohnlage. Damit setzt sich ein Muster fort, das seit Jahren zu beobachten ist: Die Preisdynamik wandert in Lagen, die bislang vergleichsweise günstig waren. In der Innenstadt werden die höchsten Werte ausgewiesen – am Altmarkt bis zu 4.900 Euro pro Quadratmeter, an der Prager Straße 4.100 Euro, in der Neustadt 2.500 Euro. Sehr gute Wohnlagen für Einfamilienhäuser kommen auf 500 bis 660 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche.
Im Gewerbesegment stiegen die Werte am stärksten im Dresdner Norden – dem Bereich rund um Klotzsche, wo der Ausbau der Halbleiterindustrie um Infineon und TSMC die Flächennachfrage seit Jahren antreibt.