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Dresden sagt Danke: Ehrenmünze für engagierte Bürger

Dresden sagt Danke: Ehrenmünze für engagierte Bürger
Dresdens OB Dirk Hilbert mit den diesjährigen Trägern und Trägerinnen der Dresdener Ehrenmünze. Foto: Landeshauptstadt Dresden/Jürgen Männel
Von: Dresden News
Die Stadt Dresden hat am Samstag seine Ehrenmünze verliehen – an Menschen, die niemand gebeten hat und die trotzdem nicht aufgehört haben.

Es gibt Auszeichnungen, die vor allem denen nützen, die sie vergeben. Und es gibt Auszeichnungen, bei denen man das Gefühl hat, sie kommen etwas zu spät – weil die Menschen, die sie bekommen, schon längst hätten gewürdigt werden sollen. Die Ehrenmünze der Landeshauptstadt Dresden gehört eher zur zweiten Kategorie.

Seit 2022 verleiht Oberbürgermeister Dirk Hilbert sie jährlich, am Samstag zum fünften Mal. Zehn Personen wurden diesmal im Neuen Rathaus geehrt: sechs Frauen und vier Männer. Was sie verbindet, ist weniger ein gemeinsames Thema als eine gemeinsame Haltung.

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Silke Hartmann zum Beispiel steht seit 1998 bei Wahlen als Wahlvorsteherin im Einsatz – bislang 30 Mal, im Bürgerhaus Prohlis, meist irgendwo im Hintergrund. Jürgen Czytrich hat in Gorbitz mit aufgebaut, was andere Stadtteile sich wünschen würden: ein Westhangfest, eine Laborschule, Angebote gegen Einsamkeit im Alter. André Lang engagiert sich gegen Antisemitismus und für den Alten Leipziger Bahnhof als Gedenkort – nicht als Beruf, sondern weil er findet, dass es jemand tun muss. Sandra Schnitzer leitet seit 2011 die Stadtteilfeuerwehr Lockwitz, hat deren Neubau begleitet und nebenbei die Jugendfeuerwehr am Laufen gehalten.

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Die übrigen sechs stehen ihnen in nichts nach: Martina Angermann pflegt seit über dreißig Jahren die Regionalgeschichte im Schönfelder Hochland, Anca Kübler begleitet Gewaltopfer als Anwältin und Ehrenamtliche zugleich, Hartmut Grothkopp hat die Leichtathletik in Sachsen mitgeprägt und dabei das Heinz-Steyer-Stadion zur internationalen Bühne gemacht, Christiane Mennicke-Schwarz verbindet Kunstkuratieren mit gesellschaftspolitischem Engagement im Bündnis #WOD, Heike Richter rettet Grabstätten und vermittelt Friedhofskultur – beides ehrenamtlich, obwohl sie beim Amt für Stadtgrün ohnehin genug zu tun hätte. Und Joachim Lux führt seit 14 Jahren den ESV Dresden mit rund 1.200 Mitgliedern, mit dem Anspruch, dass Sport eine soziale Aufgabe ist.

Hilbert sagte, diese zehn stünden stellvertretend für Tausende in der Stadt. Das klingt nach Festrede, stimmt aber ziemlich sicher trotzdem.

Die Ehrenmünze ist die dritthöchste Auszeichnung Dresdens. Die massive Silbermünze – 60 Gramm, gestaltet vom Meißner Medailleur Tilo Kügler – zeigt Stadtwappen, Frauenkirche und Lorbeerzweig. Vorschläge für die nächste Verleihung nimmt der Oberbürgermeister bis 31. August 2026 entgegen, per Mail an oberbuergermeister@dresden.de oder per Post. Das Formular gibt es unter www.dresden.de/ehrenmuenze.

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