Dresden. Wenn im Sommer 2026 die Bässe über das Elbufer dröhnen, blickt ganz Deutschland neidisch auf Dresden. Während Metropolen wie Köln oder Frankfurt leer ausgehen, angelt sich die sächsische Landeshauptstadt die größten Acts des Kontinents. Doch wer hinter die Kulissen der Glitzerwelt von Stars wie Purple Disco Machine blickt, erkennt: Der Erfolg hat Risse. Dresden ist Vizemeister – aber ein Titel ohne stabiles Fundament.
Zwar hat sich eine Markenfirma für Outdoor-Bekleidung durch 34 deutsche Städte gehört und dabei etwas herausgefunden, was Dresdner Kulturveranstalter schon länger wissen, aber selten so deutlich schwarz auf weiß lesen: Dresden ist im Sommer eine der besten Konzertstädte des Landes. Mehr als 75 Open-Air-Konzerte an fünf Locations zwischen Mai und September – das reicht laut der Auswertung für Platz zwei im bundesweiten Ranking, knapp hinter Berlin, aber vor Nürnberg, Köln und Frankfurt. Sachsen insgesamt, also Dresden, Leipzig und Chemnitz zusammen, kommt demnach auf mehr Open-Air-Konzerte als jedes andere Flächenbundesland.