Blaues Wunder in Dresden: Eine Wochenend-Sperrung entfällt
Dresden. Autofahrer bekommen am Blauen Wunder ein Wochenende zurück. Weil die Bauarbeiten auf der Blasewitzer Seite schneller vorankommen als geplant, kann eine der vorgesehenen Wochenendsperrungen entfallen. Die Arbeiten, die dafür angesetzt waren, lassen sich noch während der laufenden Sperrung in den Herbstferien erledigen. Diese dauert noch bis Dienstag, 20. Oktober, gegen 4 Uhr (mehr dazu hier).
Das Wochenende vom 30. Oktober bis 2. November bleibt damit frei befahrbar. Ursprünglich war auch für diese Tage eine Sperrung eingeplant.
Drei Sperr-Wochenenden im November
Ganz ohne weitere Einschränkungen geht es aber nicht. Für den Aufbau der Portale über der Fahrbahn muss das Blaue Wunder noch an drei Wochenenden für den Autoverkehr dicht bleiben, jeweils von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 4 Uhr. Betroffen sind die Wochenenden vom 6. bis 9. November, vom 13. bis 16. November und vom 20. bis 23. November.
Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, kommt auch während dieser Sperrungen über die Brücke. Gesperrt wird jeweils nur der motorisierte Verkehr.
Kaum Pause: Waldschlößchentunnel folgt
Viel Ruhe bringt das dem Dresdner Osten allerdings nicht. Kaum ist das Blaue Wunder am Dienstag um 4 Uhr wieder frei, beginnen rund eine Stunde später am nahen Waldschlößchentunnel Wartungsarbeiten. Das Straßen- und Tiefbauamt prüft über vier Tage die Sicherheitstechnik und tauscht Sensoren der Rauchmeldeanlage. Weil immer nur eine der beiden Röhren gesperrt wird, bleibt die Waldschlößchenbrücke befahrbar.
Die Stadt legte die beiden Baustellen bewusst nacheinander. Während das Blaue Wunder gesperrt war, wich der Verkehr nämlich über die Waldschlößchenbrücke aus.
Baustelle hinter Planen
Dass auf dem Blauen Wunder oft scheinbar niemand arbeitet, hat einen Grund: Der größte Teil der Arbeiten läuft hinter Planen-Einhausungen, nach Angaben der Bauleute auch an Wochenenden und mitten im laufenden Verkehr. Derzeit wird die alte Beschichtung abgestrahlt und der Stahl Schicht für Schicht neu geschützt, ganz oben kommt wieder das namensgebende Blau.
Die Sanierung zieht sich noch über Jahre. Die Firma Leonhard Weiss arbeitet seit Mai 2025 an der Brücke, allein der Abschnitt auf der Blasewitzer Seite ist mit rund 17,5 Millionen Euro veranschlagt und soll voraussichtlich 2031 fertig sein.