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Auffälliges Kamera-Auto in Dresden: Das steckt hinter den neuen Fahrten

Schrägansicht von hinten auf ein weiß-orangenes Messfahrzeug der SachsenNetze mit gelben 3D-Kameras und Laserscannern auf dem Dach. Das Auto fährt auf einer asphaltierten Straße an einem modernen Gebäude und Bäumen vorbei.
Digitaler Blick unter die Erde: Ab 17. August vermisst dieses High-Tech-Fahrzeug der SachsenNetze das Dresdner Strom- und Gasnetz in 3D. Das „Mobile Mapping“ soll künftig Bauarbeiten beschleunigen - Passanten werden automatisch verpixelt. Foto: Sachsenenergie/Martin Förster
Von: Dresden News
Ein Auto mit Spezialtechnik, das systematisch durch Dresdens Straßen fährt und die Umgebung dreidimensional erfasst - das weckt schnell Erinnerungen an bekannte Kamera-Autos. SachsenNetze erklärt, was das Fahrzeug wirklich tut und warum niemand erkennbar wird.

Dresden. Wer ab kommender Woche ein auffälliges Messfahrzeug durch Dresden kurven sieht, muss sich keine Sorgen machen: Ab dem 17. August erfasst der Verteilnetzbetreiber SachsenNetze sein Strom- und Gasnetz neu - digital und in 3D. Das Verfahren nennt sich Mobile Mapping, und es soll vor allem eines bringen: schnellere, präzisere Planung.

Wozu das Ganze gut ist

Bisher heißt es bei SachsenNetze oft: raus zum Vor-Ort-Termin. Sollen etwa in einem Wohngebiet neue Mittelspannungskabel verlegt werden, müssen die Gegebenheiten vor Ort begutachtet werden. Künftig sollen die Planer vieles davon vom Schreibtisch aus sehen - wo Straßenlaternen, Bäume oder Stromkästen stehen, wie breit die Gehwege sind und wo andere Leitungen verlaufen. Das spart Vor-Ort-Termine und beschleunigt auch den Netzbetrieb, etwa bei der Schadensbeseitigung im öffentlichen Raum. Ein konkreter Nebeneffekt: Auch Baumaßnahmen lassen sich so effizienter planen.

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Wie die Technik funktioniert

Das Messfahrzeug erfasst seine Umgebung georeferenziert - jedem Bildpunkt werden also exakte Raumkoordinaten zugeordnet. So entsteht ein räumlich korrektes, hochpräzises Abbild, in dem sich Entfernungen, Höhen und Abstände später am Bildschirm messen lassen. Wichtig für alle, die an Kamera-Autos denken: Videos werden dabei ausdrücklich nicht aufgezeichnet.

Datenschutz: Menschen und Autos werden verpixelt

Genau an diesem Punkt legt SachsenNetze Wert auf Klarheit. Die Daten würden ausschließlich intern von SachsenNetze und vertraglich berechtigten Dritten genutzt und niemals veröffentlicht. Personen und Fahrzeuge werden zudem durch Verpixelung vollständig unkenntlich gemacht. Wer also zufällig ins Bild gerät, ist im fertigen Modell nicht zu erkennen.

Das Messfahrzeug selbst ist gekennzeichnet, sodass es gut zu erkennen ist. Über einen Befahrungsplan können Bürgerinnen und Bürger nachsehen, wann das Auto in ihrer Gegend unterwegs ist.

Erst Dresden, dann das Umland

Los geht die Tour am 17. August in Dresden. Noch in diesem Jahr soll das Fahrzeug zudem die Strom- und Gasnetzinfrastruktur in Radeberg, Coswig, Radebeul, Moritzburg und Radeburg vermessen.

Augen auf im Straßenverkehr - und keine Sorge vor dem Kamera-Auto. Was sonst in der Stadt passiert, lest ihr in den Dresden News.

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