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Bioaktive Materialien: Neue Werkstoffe für die Zukunft

Bioaktive Materialien werden in Leipzig erforscht. Dr. Rohan Karande leitet die Forschungsgruppe SusBioTech am Zentrum b-ACTmatter.
Dr. Rohan Karande leitet die Forschungsgruppe SusBioTech am Zentrum b-ACTmatter. © Universität Leipzig/AG Biophysikalische Chemie
Von: Wissensland
Bioaktive Materialien könnten künftig in der Medizin, Umwelttechnik oder Industrie zum Einsatz kommen. Mit einem neuen Projekt baut die Universität Leipzig ihre Forschung auf diesem Zukunftsfeld weiter aus und will wissenschaftliche Ideen schneller in die Praxis bringen.

Bioaktive Materialien, die mit lebenden Zellen oder biologischen Stoffen zusammenarbeiten können, gelten als wichtige Zukunftstechnologie. Sie könnten eines Tages zum Beispiel in der Medizintechnik, der Umwelttechnik oder der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Damit solche Ideen schneller aus dem Labor in die Praxis gelangen, baut die Universität Leipzig ihre Forschung auf diesem Gebiet jetzt weiter aus.

Mit dem Projekt transACT stärkt die Universität Leipzig ihr Forschungs- und Transferzentrum b-ACTmatter. Bund und Freistaat Sachsen fördern das Vorhaben in den kommenden vier Jahren mit mehr als 1,7 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Programm STARK, das den Strukturwandel in den ehemaligen Kohleregionen unterstützt.

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Neue Materialien für die Zukunft

Im Mittelpunkt stehen sogenannte bioaktive Materialien. Das sind Werkstoffe, die mit biologischen Prozessen zusammenwirken oder biologische Bestandteile nutzen. Dadurch könnten sie künftig in ganz unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kommen – von der Medizintechnik über die Umwelttechnik bis hin zum Bauwesen oder der Lebensmittelindustrie. Zu den Projekten des Zentrums gehörten unter anderem bereits Ansätze für Diagnoseverfahren bei Herzrhythmusstörungen sowie Biosensoren, die Umweltschadstoffe nachweisen können.

In den vergangenen vier Jahren hat das es dafür Forschung, Labore und ein Netzwerk aufgebaut. Mit transACT soll b-ACTmatter nun dauerhaft als Plattform für Forschung, Innovation und Technologietransfer etabliert werden. Gleichzeitig wollen die Forschenden ihre Zusammenarbeit mit Unternehmen und anderen Forschungseinrichtungen weiter ausbauen.

Ideen schneller in die Praxis bringen

Zu den Partnern gehören unter anderem das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik in Meinsberg sowie das Center for the Transformation of Chemistry in Delitzsch. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig stärker eingebunden werden.

Außerdem entsteht am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig ein sogenanntes Venture Lab. Dort können Forschende neue Ideen ohne großen bürokratischen Aufwand weiterentwickeln, Prototypen bauen und gemeinsam mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen neue Anwendungen erproben. Das soll wissenschaftliche Erkenntnisse schneller aus dem Labor in die Praxis bringen und Ausgründungen aus der Forschung fördern.

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