Bioaktive Materialien, die mit lebenden Zellen oder biologischen Stoffen zusammenarbeiten können, gelten als wichtige Zukunftstechnologie. Sie könnten eines Tages zum Beispiel in der Medizintechnik, der Umwelttechnik oder der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Damit solche Ideen schneller aus dem Labor in die Praxis gelangen, baut die Universität Leipzig ihre Forschung auf diesem Gebiet jetzt weiter aus.
Mit dem Projekt transACT stärkt die Universität Leipzig ihr Forschungs- und Transferzentrum b-ACTmatter. Bund und Freistaat Sachsen fördern das Vorhaben in den kommenden vier Jahren mit mehr als 1,7 Millionen Euro. Das Geld stammt aus dem Programm STARK, das den Strukturwandel in den ehemaligen Kohleregionen unterstützt.
Ideen schneller in die Praxis bringen
Zu den Partnern gehören unter anderem das Kurt-Schwabe-Institut für Mess- und Sensortechnik in Meinsberg sowie das Center for the Transformation of Chemistry in Delitzsch. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig stärker eingebunden werden.
Außerdem entsteht am Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum der Universität Leipzig ein sogenanntes Venture Lab. Dort können Forschende neue Ideen ohne großen bürokratischen Aufwand weiterentwickeln, Prototypen bauen und gemeinsam mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen neue Anwendungen erproben. Das soll wissenschaftliche Erkenntnisse schneller aus dem Labor in die Praxis bringen und Ausgründungen aus der Forschung fördern.