Erstmals seit 10 Jahren ist an sächsischen Schulen weniger Unterricht ausgefallen als im Jahr zuvor. Auf dieses Ergebnis habe man lange hingearbeitet, sagte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) in Dresden. «Die Trendwende ist da. Mehr Lehrkräfte, weniger Ausfall. Zum ersten Mal seit zehn Jahren sinkt der Unterrichtsausfall - und das bei steigenden Schülerzahlen.» Die ersten Daten des neuen Schuljahres zeigten, dass die Maßnahmen der letzten Jahre wirkten.
«Wir sind noch nicht am Ziel. Es fällt noch zu viel Unterricht aus», sagte Clemens. Aktuell würden 1.154 Lehrkräfte fehlen, um den Unterricht komplett abzudecken. Die Zahl der Kinder mit individuellem Förderbedarf liege mittlerweile bei 7,2 Prozent. «Wir haben viel zu wenig Sonderpädagogen.» Das müsse sich auch in der künftigen Ausbildung widerspiegeln. Jeden Monat kämen rund 300 Anmeldungen von schulpflichtigen Kindern aus Migrantenfamilien dazu. Die überwiegende Mehrheit spreche kein Deutsch.