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«Spiel für die Katz»: MBC-Frust nach Ende des Europa-Traums

«Spiel für die Katz»: MBC-Frust nach Ende des Europa-Traums
Kapitän Charles Callison war schwer enttäuscht nach der Niederlage. / Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Von: DieSachsen News
Die Enttäuschung sitzt beim MBC nach dem Aus im Europapokal-Halbfinale tief. Für eine Spitze in Richtung des Deutschen Basketball-Bunds bleibt dennoch Platz.

Nach dem überraschend geplatzten Traum vom zweiten Europapokal-Sieg herrscht beim Syntainics MBC vor allem Frust. «Das Spiel ist natürlich für die Katz. Das ist so bitter», sagte Akeem Vargas und meinte das Spiel um Platz drei. In dem geht es heute (17.00 Uhr) für den Bundesligisten gegen Titelverteidiger CSO Voluntari und vor allem um die Ehre.

Das vorzeitige Scheitern beim in der eigenen Stadthalle ausgetragenen Final Four der European North Basketball League (ENBL) war alles andere als eingeplant. Mit 7:1-Siegen war man Erster der Ligaphase geworden, hatte das Viertelfinale souverän gemeistert. Doch gegen Manchester Basketball war durch das 86:89 Endstation. Die Briten treffen im Endspiel auf Dziki Warschau, das sich ebenso überraschend gegen Voluntari durchgesetzt hatte.

Dabei hatte der MBC fast das komplette Spiel beherrscht. «Als wir mit 14 Punkten vorn lagen, haben wir schon an das Finale gedacht», sagte Manager Martin Geissler. Und doch hatte seine Mannschaft letztlich keine Antwort auf den aggressiven Basketball der Engländer. Nun soll es wenigstens einen Sieg zum Abschluss geben: «Platz drei wäre ein Erfolg, nachdem das große Saisonziel war, ins Final Four einzuziehen.»

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Zumindest zeigte das Halbfinale, dass der gebotene Sport nicht ganz so unattraktiv und unterklassig war. Im Vorfeld hatte der Deutsche Basketball-Bund eine Pressemitteilung herausgegeben und darin die Relevanz der ENBL infrage gestellt. Generalsekretär Wolfgang Brenscheidt hatte den Wettbewerb als fünftklassig bezeichnet.

«Das hat gezeigt, dass wir hier nicht in einem Dorf-Wettbewerb sind. Wir spielen gegen Mannschaften, die auch einer Bundesliga-Mannschaft das Leben echt schwer machen können», sagte Geissler. «Das war Weißenfels gegen Manchester, nicht Weißenfels gegen Eilenburg. Manchmal ist es nicht so einfach mit einem Heimvorteil umzugehen.»

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