Görlitz rüstet sich als Wissenschafts- und Hightech-Standort für die Zukunft. «In den vergangenen Jahren hat sich hier ein Nukleus an Forschungseinrichtungen etabliert, der nun wächst. Davon profitiert die ganze Region», erklärte Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Als Beispiel nannte er unter anderem das Center for Advanced Systems Understanding (Casus) - ein Forschungsinstitut, das sich auf digitale Systemforschung, Datenwissenschaften und Simulationen spezialisiert hat.
Görlitz wird durch Zuzug internationaler
Laut Ursu wird auf den Straßen von Görlitz immer öfter Englisch gesprochen, insbesondere von den über 100 Mitarbeitern des DZA, die bereits aus aller Welt in die deutsch-polnische Grenzstadt gezogen sind.
Als Filmkulisse für viele Hollywood-Produktionen hat sich «Görliwood» auch international einen Namen gemacht. «Das tut der gesamten Region gut. Wir sind eine Stadt in zwei Ländern, ein internationaler Standort», sagte Ursu. Über 5.000 Menschen aus Polen wohnen und arbeiten in Görlitz. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten wächst die Stadt weiterhin.
Stadt mit Chancen für junge Menschen
«Wir sind eine Stadt mit Chancen für junge Menschen», betonte der Oberbürgermeister. Vom ursprünglichen Plan, wohlhabende Rentner aus dem Westen nach Görlitz zu ziehen, hat man Abstand genommen. «Wir brauchen junge Menschen, die hier Geld verdienen und ausgeben. Das bedeutet nicht, dass ältere Menschen nicht willkommen sind. Sie können gerne bei uns leben und wohnen. Aber unsere Zielgruppe sind in erster Linie junge und gut qualifizierte Menschen. Am schönsten ist es, wenn sie auch Familie und Kinder haben. Dafür werben wir.»