Frauen und Männer reagieren oft unterschiedlich auf Medikamente, Stress oder Krankheiten. Trotzdem galt in der Medizin jahrzehntelang vor allem der männliche Körper als Standard. Frauen wurden bis in die 1990er Jahre aus vielen klinischen Studien ausgeschlossen, unter anderem aus Sorge, hormonelle Schwankungen könnten Forschungsergebnisse "verkomplizieren“.
Die Folgen dieser Datenlücke sind bis heute spürbar: Krankheiten zeigen sich bei Frauen häufig anders, werden später erkannt und teilweise schlechter behandelt. Zwei Forscherinnen der Universität Leipzig arbeiten daran, das zu ändern.