In Sachsen ist die letzte verbleibende Sperrzone wegen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgehoben worden. Die EU-Kommission hat der Aufhebung der Auflagen im Landkreis Bautzen zugestimmt, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden mit. Einzig an der Grenze zu Polen bleibe nun noch ein sogenannter Schutzkorridor zwischen zwei Zäunungen erhalten, da im benachbarten Polen noch eine Sperrzone gelte. Auf diese Weise solle nach Sachsen eingewandertes Schwarzwild kontrolliert werden.
Der Wegfall der Sperrzone im Kreis Bautzen sei ein besonderer Erfolg, erklärte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping. Das Gebiet sei durch ehemalige und aktuelle Braunkohletagebaue «für Jagd und Fallwildsuche» teilweise schwer zugänglich, so die SPD-Politikerin. Im Kreis Bautzen waren im Februar 2025 die letzten Fälle der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden. Nach Ablauf einer einjährigen Frist gilt das Gebiet daher seit dem vergangenen Monat als ASP-frei. Nach Wegfall der Auflagen könne nun bei der Jagd erlegtes Wild wieder unmittelbar verwertet werden, so das Ministerium weiter.