Sachsens Landwirte erwarten in diesem Jahr eine durchschnittliche Ernte, stehen aber weiter vor schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Große Unwetterereignisse seien ausgeblieben und die Regenfälle im Frühjahr hätten die Bodenfeuchtigkeit etwas verbessert, sagte Torsten Krawczyk, Präsident des sächsischen Landesbauernverbandes, zum Ernteauftakt bei der Agrargenossenschaft Doberschütz (Landkreis Nordsachsen).
Zu hohe Produktionskosten: Keine kostendeckende Vermarktung
Sorge bereitet die Landwirte jedoch die weiter steigenden Produktionskosten, unzureichende Erzeugererlöse und eine unberechenbare Agrarpolitik, betonte Krawczyk. Diese trieben die sächsischen Landwirtschaftsbetriebe an den Rand des Abgrundes mit direkten Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und die regionale Wertschöpfung. Eine kostendeckende Vermarktung sei nicht gegeben.
Gleichzeitig zeigt der Blick auf das vergangene Jahr, wie leistungsfähig unsere Betriebe sind, wie Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch sagte. «Mit 2,2 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung haben sie 2025 das beste Ergebnis seit 15 Jahren erzielt», erläuterte der CDU-Politiker. Dieser Puffer sei aber weitgehend aufgebraucht.