Sachsen will über eine Änderung der Lehramtsprüfungsordnung den Unterrichtsausfall an Schulen minimieren. Das kündigte Kultusminister Conrad Clemens (CDU) kurz vor Ferienbeginn in Dresden an. Der Unterrichtsausfall liege bei etwa neun Prozent und sei noch immer zu hoch.
Ganzjährige Praktika für Lehramtsstudenten
So sollen Lehramtsstudenten künftig ganzjährige Praktika an Schulen absolvieren können. Ferner ist eine Stärkung der sogenannten Einfachlehrkräfte vorgesehen. Wer in sächsischen Schulen bislang nur ein Fach unterrichtete, konnte keine Gehaltsstufe E 13 erreichen. Für Lehrer, die etwa Musik studiert haben und nun als Musiklehrer arbeiten, soll das fortan möglich sein. Gleiches gilt für Lehrerinnen und Lehrer im Kunstunterricht.
Mit einer höheren Eingruppierung können auch Lehrkräfte rechnen, die als Seiteneinsteiger bisher beispielsweise Mathematik unterrichteten und zusätzlich aufgrund von Lehrermangel auch Physikstunden gaben. Über ein Feststellungsverfahren sollen sie nun eine Anerkennung als Doppelfachlehrer erhalten.