Sachsen will mit einem Aktionsplan gegen extremistische Tendenzen bei Schülern vorgehen. Kultusminister Conrad Clemens (CDU) erklärte dazu, es gebe einen starken Anstieg sogenannter besonderer Vorkommnisse an den Schulen.
2014 habe es an den Schulen im Freistaat 55 solcher Vorkommnisse gegeben, im Jahr 2024 seien es bereits 1.644 gewesen. Die Zahl rechtsextremer Vorfälle habe 2019 bei 91 Fällen gelegen, 2025 bei 245.
Aktionsplan umfasst 15 Maßnahmen
In der polizeilichen Kriminalstatistik waren für 2021 exakt 100 politische motivierte Straftaten mit dem Tatort Schule vermerkt, 2025 waren es bereits 335 Straftaten.
Man wolle die Schulen mit dieser Entwicklung nicht allein lassen, sagte Clemens. Der Aktionsplan umfasst 15 Maßnahmen und ist vor allem auf Prävention ausgerichtet. So soll die Fortbildung der Lehrkräfte verstärkt werden, Schulen solle in puncto Schutzkonzepte Beratung erhalten. Zudem soll das Fach Gemeinschaftskunde Pflichtfach auch in Klasse 10 sein. Ein weiterer Punkt ist Medienkompetenz. Man brauche im Kampf gegen Extremismus eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung, betonte auch Justizministerin Constanze Geiert (CDU).