Rückgänge in den bisher wichtigsten Exportmärkten USA, China und Großbritannien belasten Sachsens Außenhandel. Um gegenzusteuern, will der Freistaat seine Beziehungen zu anderen EU-Ländern ausbauen und setzt Hoffnungen auf Länder wie Indien. Europa habe die erste Priorität, sagte Staatssekretär Sebastian Scheel beim Außenwirtschaftstag in Chemnitz. «Europa first heißt aber nicht Abschottung wie in Amerika.» Es gehe vielmehr darum, den gemeinsamen Binnenmarkt zu stärken und Regulierungen abzubauen.
Den Angaben zufolge summierten sich Sachsens Exporte voriges Jahr auf 50,6 Milliarden Euro. Das seien 1,1 Prozent weniger als 2024, aber fast 26 Prozent mehr als vor der Corona-Pandemie. Aufgrund der globalen Entwicklungen gingen die Ausfuhren in die USA (-6 Prozent), China (-26) und Großbritannien (-1) zurück. Sie belegen bisher die vordersten Plätze im Länderranking. Derweil nahm der Export in andere EU-Länder um 5 Prozent zu. Auf sie entfallen mit 24,3 Milliarden Euro fast die Hälfte der Ausfuhren Sachsens.