Logo Die Sachsen News
Nachrichten / Blaulicht

Sprengvorrichtungen an Stromtrassen nahe Lippen entdeckt

Sprengvorrichtungen an Stromtrassen nahe Lippen entdeckt
Symbolbild Blaulicht-Reflexion auf nassem Asphalt bei einem Einsatz (Bild: KI generiert mit ChatGPT)
Von: Marek Nowak
In Lippen im Landkreis Bautzen und bei Schleife im Landkreis Görlitz sind nach Angaben der Ermittler zwölf selbst hergestellte Sprengvorrichtungen an Hochspannungstrassen entdeckt worden. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Hinweise über ein Portal und ein Hinweistelefon.

Am Freitagmorgen haben die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Görlitz in

Lippen

im Landkreis Bautzen und in Schleife im Landkreis Görlitz Ermittlungen zu Angriffen auf die kritische Infrastruktur der sächsischen Stromversorgung aufgenommen. Die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt ermitteln wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter Störung öffentlicher Betriebe und versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.

Mehr aus dieser Kategorie

Bekennerschreiben und Ermittlungsansatz

Im Fokus steht ein in Grevelsberg in Nordrhein-Westfalen gemeldeter deutscher Staatsangehöriger im Alter von 48 Jahren. Er soll ein Bekennerschreiben verfasst haben, in dem er sich gegen die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen richtet.

Nach behördenübergreifenden Informationen und der Meldung eines aufmerksamen Bürgers lief am Freitag unter Führung der Polizeidirektion Görlitz ein umfangreicher Einsatz. Dabei fanden die Beamten südlich des Umspannwerks Bärwalde nahe Lippen acht und östlich des Umspannwerks Graustein nahe Schleife vier selbst hergestellte Sprengvorrichtungen, insgesamt zwölf.

Vorrichtungen entschärft und sichergestellt

Die Vorrichtungen sollten nach Polizeiangaben Schäden an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeiführen. Spezialkräfte des Landeskriminalamtes Sachsen entschärften die Sprengkörper und stellten sie für weitere Untersuchungen sicher. Kriminaltechniker untersuchten zudem die Tatorte vor Ort.

Für die Arbeiten mussten die Hochspannungsleitungen kurzzeitig stromfrei geschalten werden. Ein tatsächlicher Schaden oder Beeinträchtigungen der Stromversorgung traten nicht ein. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahrenlage.

Zusammenhang mit anderen Ermittlungen

Wegen eines im Bekennerschreiben genannten Tatortes und der Art der Sprengvorrichtungen prüft die Polizei derzeit einen Zusammenhang mit Ermittlungen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zu Sabotageakten an Umspannwerken. Die sächsischen Strafverfolgungs- und Sicherheitsbehörden stehen dazu mit den betroffenen Ländern in engem Austausch.

Die vorsorgliche Absuche der elektrischen Infrastruktur nach weiteren Sprengvorrichtungen dauert unter Führung der Polizeidirektion Görlitz an. Weitere Auskünfte zu dem laufenden Ermittlungsverfahren können derzeit nicht gegeben werden.

Hinweise über Portal erbeten

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Görlitz bitten die Bevölkerung um Unterstützung bei den Ermittlungen über das Hinweisportal NRW. Dort können Bürgerinnen und Bürger Hinweise sowie Dateien sicher und unkompliziert übermitteln.

Von Interesse sind nach Angaben der Behörden Beobachtungen im Bereich von Hochspannungstrassen, mögliche Personen oder Fahrzeuge sowie Bild- und Videomaterial. Solche Aufnahmen könnten wichtige Erkenntnisse für die Aufklärung liefern. Hinweise sind unter nrw.hinweisportal.de möglich, das Hinweistelefon ist rund um die Uhr unter 0331-505950 erreichbar.

Dieser Text basiert auf einer offiziellen Behörden-Information und wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Marek Nowak
Artikel von

Marek Nowak

Marek Nowak ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.