An der Universitätsschule Dresden lernen im aktuellen Schuljahr 2024/25 etwa 830 Schüler:innen der Klassenstufen 1 bis 10 aus dem gesamten Dresdner Stadtgebiet und angrenzenden Gemeinden. Im Schulversuch der Technischen Universität Dresden (TUD) und der Stadt Dresden werden innovative Lehr-Lernformate und eine zeitgemäße Schulorganisation erprobt und erforscht. Dabei bewegt sich der Fokus der Schulentwicklung jetzt fort von der Unterrichtsorganisation in den jüngeren Jahrgängen hin zur Entwicklung von Strukturen in den Abschlussjahrgängen. Zum zweiten Mal in der jungen Schulgeschichte werden im beginnenden Schuljahr Abschlussprüfungen abgenommen, das erste Mal bereiten sich die Jugendlichen in der Qualifizierungsstufe auch auf die Realschulprüfung vor. Auch die Integration der ukrainischen Schüler:innen und Lehrkräfte in die Schulgemeinschaft schreitet voran.
Starke Leistung im Schulversuch trotz knapper Ressourcen
Als öffentlicher Schulversuch erprobt und erforscht die Universitätsschule Dresden über 15 Jahre lang unter wissenschaftlicher Begleitung durch die TUD, wie eine Schule der Zukunft mit zeitgemäßen Lehr-Lernformaten funktionieren kann. Zum Start ins zweite Drittel der Projektlaufzeit ist die wissenschaftliche Leiterin Prof.in Anke Langner optimistisch: „Die Schule wächst und entwickelt sich. Die Ergebnisse der ersten Absolvent:innen zeigen, was das Konzept einer „Schule für alle“ leistet: eigentlich mehr als eine Regelschule – bei den gleichen verfügbaren Ressourcen. Gestartet ist das Projekt im Bewusstsein, dass wir uns beweisen müssen, auch unter widrigen Bedingungen den Aufbau leisten und die Schule der Zukunft gestalten werden. Das haben wir getan und sind doch auch verwundert, dass wir dies selbst nach fünf Jahren solider Arbeit immer noch tun müssen. Denn der Kampf um die ganz konkrete Grundausstattung von Räumen und die Bereitstellung eines der Schüleranzahl entsprechenden und notwendigen Schulgebäudes kostet die Schulgemeinschaft viel Kraft. Diese würden wir viel lieber direkt den Schüler:innen und der Zusammenarbeit mit anderen Schulen, die sich mit uns auf den Weg machen wollen, Schule für die Schüler:innen zu gestalten, widmen.“
Für Schulleiterin Maxi Heß startet die Schulgemeinschaft mit guter Vorarbeit in ein neues Schuljahr, dass nicht weniger spannend als die anderen Jahre wird: „Besonders weil wir wieder neue Strukturen erproben werden. Wir freuen uns, dass es uns in jedem Jahr gelingt, schnell und konsequent Veränderungen zu vollziehen, die notwendig sind, damit – und das ist immer im Fokus – das individuelle Lernen der Schüler und Schülerinnen bestmöglich begleitet werden kann. Die Motivation zur Veränderung und zur Weiterentwicklung ist ungebrochen. Der Schulversuch startet ins zweite Drittel und wir sind nicht nur gewachsen, sondern vielleicht auch ein bisschen erwachsen geworden. Wir können nun neben weiteren Aufbauprozessen auch die ständigen Anpassungsprozesse in den Blick nehmen.“ Ganz konkret bedeute das eine veränderte Tagesstruktur und eine angepasste Zeitstruktur im neuen Schuljahr, mit der die Schule auf die Bedarfe für eine gute Rückmeldekultur und eine gelingende Prozessbegleitung reagieren.