Ob Erbstück, Kuschelcouch oder liebgewonnener Lesesessel – viele Menschen verbinden mit Möbeln Geschichten und Erinnerungen. Doch mit der Zeit nutzen sich diese Möbel ab oder passen farblich nicht mehr zum aktuellen Zeitgeist. Die Möbelindustrie setzt ständig neue Trends und lockt mit Rabatten, um den Kauf neuer Möbel zu fördern. Doch ist das wirklich die beste Wahl?
Dr. Barbara Perfahl, Wohnpsychologin und Alumna der Universität Leipzig, betont die Bedeutung der Wohnbedürfnisse und warnt davor, sich von den Medien und der Werbung beeinflussen zu lassen. Sie beschreibt fünf Schlüsselaspekte, die bei der Einrichtung der Wohnung berücksichtigt werden sollten, von der Raumgestaltung bis zu psychologischen Aspekten.
- Wohnbedürfnisse verstehen: Es gibt sechs grundlegende Wohnbedürfnisse, darunter das Bedürfnis nach Sicherheit, Rückzug und Erholung sowie Selbstdarstellung. Es ist wichtig, diese Bedürfnisse zu erkennen und die Wohnung entsprechend einzurichten.
- Raumgestaltung: Zu viel Dekoration oder Möbel können einen Raum überladen wirken lassen. Durch geschickte Anordnung und Gruppierung von Objekten kann man den Raum jedoch harmonischer gestalten.
- Bewusste Auswahl: Die Wohnung sollte nur mit Dingen eingerichtet werden, die man wirklich mag und die positiv besetzte Kontaktpunkte schaffen.
- Funktionsbereiche abgrenzen: In Einraumwohnungen ist es besonders wichtig, verschiedene Funktionsbereiche wie Wohnen, Essen und Schlafen optisch voneinander abzugrenzen.
- Psychologische Aspekte: Die Gestaltung der Wohnung hat einen direkten Einfluss auf Emotionen, Gesundheit und Beziehungen. Daher sollte man sich vor dem Kauf neuer Möbel fragen, welche Funktionen die Wohnung erfüllen muss.